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Eltern-Wiki

Eltern-Wiki · https://eltern-wiki.de/antworten/wie-viel-kaffee-ist-in-der-schwangerschaft-in-ordnung

Stand: 29.09.2026 · Version 2

Kein Ersatz für ärztliche Beratung. Im Notfall 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117.

Schwangerschaft

Wie viel Kaffee ist in der Schwangerschaft in Ordnung?

Ist das normal?Moderate EvidenzAlter: vor der GeburtGeprüft am 29. September 2026

Bis zu 200 Milligramm Koffein über den Tag verteilt gelten in der Schwangerschaft als unbedenklich, das sind etwa zwei Tassen Filterkaffee oder zwei Espresso; Tee, Cola, Kakao und Schokolade zählen mit, auf Energydrinks solltest du ganz verzichten. Grundlage sind Studien, in denen viel Koffein mit geringerem Geburtsgewicht und mehr Fehlgeburten verbunden war; ob weniger Kaffee das Kind schützt, ist in randomisierten Studien kaum untersucht.

Redaktionell geprüft, noch ohne Fachreview.

Diese Antwort hat eine KI aus freigegebenen Quellen zusammengestellt. Ein Mensch hat sie am 29. September 2026 gelesen und freigegeben und dabei jede Quelle einzeln geöffnet. Der Evidenzgrad ist eine redaktionelle Einschätzung, keine Messung. Fehler bleiben möglich. Wir beschreiben die Studienlage, nicht dein Kind. Den ganzen Prüfprozess beschreibt die Methodik.

Normalbereich

Die hier zitierten deutschen Stellen nennen alle dieselbe Obergrenze.

Moderate Evidenz#a1

Die Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben von 2026 lauten: Schwangere sollten koffeinhaltige Getränke und Lebensmittel wie Kaffee, Tee, Cola-Getränke, Energydrinks, Guarana oder Schokolade nur in moderaten Mengen konsumieren, „d. h. nicht mehr als insgesamt 200 mg Koffein über den Tag verteilt. Das entspricht etwa 2 Tassen Filterkaffee à 200 ml oder 2 Tassen Espresso à 60 ml.“ Nach derselben Quelle gilt laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit eine über den Tag verteilte Koffeinzufuhr „aus allen Quellen“ von bis zu 200 Milligramm für das ungeborene Kind als unbedenklich.

Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Geburtshilfe und Frauenheilkunde 2026

Einspruch oder Ergänzung

Moderate Evidenz#a2

Das Bundesinstitut für Risikobewertung gibt die Risikobewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit von 2015 wieder: Für gesunde Erwachsene gilt eine über den Tag verteilte Menge von bis zu 400 Milligramm Koffein als unbedenklich. „Bei Schwangeren und Stillenden allerdings gilt eine über den Tag verteilte Aufnahmemenge von bis zu 200 mg Koffein für den Fötus und das gestillte Kind als gesundheitlich unbedenklich.“

Quellen: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) 2026

Einspruch oder Ergänzung

Moderate Evidenz#a3

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit schreibt auf familienplanung.de: „Schwangere müssen nicht völlig auf Koffein verzichten.“ Als unbedenklich gelten 200 Milligramm am Tag, ungefähr zwei Tassen Kaffee.

Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / familienplanung.de 2026

Einspruch oder Ergänzung

Was wie viel Koffein enthält

Moderate Evidenz#a4

Als Näherungswerte nennt das Bundesinstitut für Risikobewertung, nach Angaben der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit: eine Tasse Filterkaffee (200 Milliliter) etwa 90 Milligramm, eine Tasse Espresso (60 Milliliter) 80, eine Dose Energydrink (250 Milliliter) 80, eine Tasse schwarzer Tee (200 Milliliter) 45, eine Dose Cola (330 Milliliter) 35, eine Tasse grüner Tee (200 Milliliter) 30, eine Tasse Kakao 8 bis 35, eine halbe Tafel Zartbitterschokolade (50 Gramm) 25 und eine halbe Tafel Vollmilchschokolade 10 Milligramm.

Quellen: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) 2026

Einspruch oder Ergänzung

Moderate Evidenz#a5

Der Koffeingehalt kann schwanken: Er hängt nach den Handlungsempfehlungen von der Kaffeesorte, der Röstung und der Zubereitung ab, beim Kakao von Art und Menge des Kakaos. Die Werte der Tabelle sind Orientierungswerte.

Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Geburtshilfe und Frauenheilkunde 2026

Einspruch oder Ergänzung

Moderate Evidenz#a6

Auch Guarana zählt: Die Samen der Guarana-Pflanze enthalten nach den Handlungsempfehlungen etwa viermal so viel Koffein wie Kaffeebohnen, und Guarana steckt als Zutat etwa in Schokolade, Kakao-, Biermisch- oder Fruchtteegetränken.

Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Geburtshilfe und Frauenheilkunde 2026

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Energydrinks

Moderate Evidenz#a7

Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt Schwangeren nach den Handlungsempfehlungen, auf Energydrinks und Energy-Shots ganz zu verzichten; Energy-Shots sind in kleinen Portionen deutlich höher dosiert. In seinen Fragen und Antworten zählt das Bundesinstitut Schwangere zu den Gruppen, die auf Getränke mit erhöhtem Koffeingehalt verzichten sollten.

Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Geburtshilfe und Frauenheilkunde 2026, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) 2026

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Moderate Evidenz#a8

Getränke mit mehr als 150 Milligramm Koffein pro Liter müssen den Hinweis „Erhöhter Koffeingehalt. Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen“ tragen, gefolgt vom Koffeingehalt. Ausgenommen sind nach dem Bundesinstitut für Risikobewertung Kaffee und Tee sowie Getränke auf Kaffee- oder Teebasis mit „Kaffee“ oder „Tee“ im Namen.

Quellen: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) 2026

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Moderate Evidenz#a9

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit begründet den Rat gegen Energydrinks auch mit ihren weiteren Stoffen wie Taurin und Inosit, über deren Wechselwirkungen man noch wenig weiß.

Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / familienplanung.de 2026

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Für wen die Menge gilt

Moderate Evidenz#a10

Die Mengen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit gelten nach dem Bundesinstitut für Risikobewertung für die gesunde Allgemeinbevölkerung, ausdrücklich auch für Schwangere. Nicht bewertet wurden mögliche Wirkungen bei Menschen mit Krankheiten oder Beschwerden, bei Menschen, die zusätzlich Medikamente oder Drogen nehmen, und bei größeren Mengen Alkohol; für sie gelten die Mengen nicht.

Quellen: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) 2026

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Was dahintersteckt

Moderate Evidenz#a11

Koffein passiert nach den Handlungsempfehlungen schnell die Plazenta. In der Schwangerschaft dauert es außerdem länger, bis der Körper Koffein abbaut, sodass das Ungeborene ihm länger ausgesetzt sein kann. Ungeborene Kinder sind nach derselben Quelle deshalb die empfindlichste Gruppe für mögliche Wirkungen von Koffein.

Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Geburtshilfe und Frauenheilkunde 2026

Einspruch oder Ergänzung

Moderate Evidenz#a12

In Studien war ein hoher Koffeinkonsum in der Schwangerschaft nach den Handlungsempfehlungen mit geringerem Geburtsgewicht, einem zu kleinen Kind für die Schwangerschaftsdauer, mehr Fehl- und Totgeburten sowie mit Übergewicht und Leukämie im Kindesalter verbunden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung schreibt, eine über längere Zeit erhöhte Koffeinzufuhr kann bei Schwangeren zu vermindertem Wachstum des Fötus führen.

Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Geburtshilfe und Frauenheilkunde 2026, Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) 2026

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Moderate Evidenz#a13

Widersprüchlich und damit unklar ist die Studienlage nach denselben Handlungsempfehlungen für Frühgeburt, für Entwicklungsstörungen des Kindes wie Verhaltensstörungen oder ADHS und für Präeklampsie und Bluthochdruck in der Schwangerschaft.

Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Geburtshilfe und Frauenheilkunde 2026

Einspruch oder Ergänzung

Was „hoch“ in diesen Studien bedeutet, nennen die Handlungsempfehlungen an dieser Stelle nicht.

Moderate Evidenz#a14

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit fasst die Lage so: Es gibt viele Studien zu Koffein und dem Ungeborenen, „zu einer klaren Aussage kommen sie allerdings nicht“. Hinweise auf ein niedrigeres Geburtsgewicht oder eine schlechtere Entwicklung des Nervensystems lassen sich nicht sicher bestätigen; relativ einig ist sich die Fachwelt, dass Schwangere nicht zu viel Koffein aufnehmen sollen.

Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / familienplanung.de 2026

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Schwache Evidenz#a15

Ob weniger Koffein tatsächlich schützt, ist kaum im Experiment geprüft. Eine Cochrane-Übersicht von 2015 fand nur eine auswertbare randomisierte Studie: Bei Frauen, die regelmäßig drei oder mehr Tassen Kaffee tranken, änderte eine Verringerung um durchschnittlich 182 Milligramm am Tag im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel weder das Geburtsgewicht noch die Zahl der Frühgeburten, bei niedriger Qualität der Evidenz. Die Autorinnen und Autoren halten die Evidenz für nicht ausreichend, um einen Nutzen zu bestätigen oder zu widerlegen.

Quellen: Cochrane Database of Systematic Reviews 2015

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Moderate Evidenz#a16

International empfehlen nach den Handlungsempfehlungen einige Fachgesellschaften und Institutionen ebenfalls höchstens 200 Milligramm Koffein am Tag, andere raten, 300 Milligramm nicht zu überschreiten.

Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Geburtshilfe und Frauenheilkunde 2026

Einspruch oder Ergänzung

Für die Zeit nach der Geburt steht die Menge beim Stillen in der Antwort auf die Frage „Was gilt in der Stillzeit für Alkohol, Kaffee und Rauchen?“. Was sonst für Getränke in der Schwangerschaft gilt, etwa zu Alkohol, chininhaltigen Getränken und Kräutertees, steht in der Antwort auf die Frage „Was darf ich in der Schwangerschaft essen, und was sollte ich wegen Listerien und Toxoplasmose meiden?“.

Quellen

  1. Ernährung, Bewegung und weitere Gesundheitsaspekte vor und während der Schwangerschaft – Handlungsempfehlungen des bundesweiten Netzwerks Gesund ins Leben 2026 · Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Geburtshilfe und Frauenheilkunde, 2026 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · DOI 10.1055/a-2827-5905 · abgerufen 2026-09-29
  2. Kaffee, Energy Drinks oder Koffeinpulver: Muntermacher mit gesundheitlichen Risiken? (FAQ) · Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2026 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-15
  3. Kaffee, Tee, Cola und Energy-Drinks in der Schwangerschaft · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / familienplanung.de, 2026 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-29
  4. Effects of restricted caffeine intake by mother on fetal, neonatal and pregnancy outcomes (Cochrane Review) · Cochrane Database of Systematic Reviews, 2015 · Systematischer Review · Stufe 2: systematischer Review · DOI 10.1002/14651858.CD006965.pub4 · abgerufen 2026-09-29

Versionshistorie

  • v2 · 29. September 2026 · Redaktionell gelesen und freigegeben. (Redaktion)
  • v1 · 29. September 2026 · Erstfassung (Redaktion)

Nächste planmäßige Prüfung: 29. September 2027. Du hältst eine Aussage für falsch? Der Link „Einspruch oder Ergänzung“ steht an jeder Aussage, und jede Entscheidung darüber ist unter Einsprüche öffentlich.

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