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Eltern-Wiki

Eltern-Wiki · https://eltern-wiki.de/antworten/ich-bin-schwanger-und-erkaeltet-welche-mittel-darf-ich-nehmen

Stand: 29.09.2026 · Version 2

Kein Ersatz für ärztliche Beratung. Im Notfall 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117.

Schwangerschaft

Ich bin schwanger und erkältet. Welche Mittel darf ich nehmen?

Was tun?Moderate EvidenzAlter: vor der GeburtGeprüft am 29. September 2026

Eine Erkältung geht meist in 1 bis 2 Wochen von selbst vorbei, und kein Mittel verkürzt sie; gegen Schmerzen oder Fieber kann nach der Europäischen Arzneimittel-Agentur in der Schwangerschaft Paracetamol genommen werden, wenn es medizinisch nötig ist, jedes andere Mittel, auch ein pflanzliches oder rezeptfreies, gehört vorher in die ärztliche Rücksprache. Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen sind in den letzten drei Monaten tabu, und die meisten Arzneimittel sind für die Schwangerschaft unzureichend untersucht.

Redaktionell geprüft, noch ohne Fachreview.

Diese Antwort hat eine KI aus freigegebenen Quellen zusammengestellt. Ein Mensch hat sie am 29. September 2026 gelesen und freigegeben und dabei jede Quelle einzeln geöffnet. Der Evidenzgrad ist eine redaktionelle Einschätzung, keine Messung. Fehler bleiben möglich. Wir beschreiben die Studienlage, nicht dein Kind. Den ganzen Prüfprozess beschreibt die Methodik.

Was nachweislich hilft

Was die Quellen tragen, sind drei Dinge: was bei Erkältungen allgemein bekannt ist, was für Paracetamol in der Schwangerschaft gilt, und die Regel, dass jedes andere Mittel vorher besprochen wird.

Moderate Evidenz#a1

Nach dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen klingen Erkältungen normalerweise innerhalb von 1 bis 2 Wochen von selbst ab; die Beschwerden sind lästig, „eine Medikamenteneinnahme ist aber nicht nötig“. Bislang gibt es nach derselben Quelle keine Behandlung, die eine Erkältung verkürzen kann.

Quellen: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) / gesundheitsinformation.de 2023

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Moderate Evidenz#a2

Schmerzmittel können nach derselben Quelle erkältungsbedingte Schmerzen wie Hals-, Kopf-, Glieder- und Ohrenschmerzen lindern und Fieber senken. „Gegen Husten und Schnupfen helfen sie nicht.“

Quellen: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) / gesundheitsinformation.de 2023

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Zu Paracetamol in der Schwangerschaft:

Moderate Evidenz#a3

Die Europäische Arzneimittel-Agentur schreibt, dass Paracetamol in der EU in der Schwangerschaft zur Linderung von Schmerzen oder zur Fiebersenkung angewendet werden kann, wenn es klinisch nötig ist, und zwar in der niedrigsten wirksamen Dosis, so kurz und so selten wie möglich.

Quellen: European Medicines Agency (EMA) 2025

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Für alle anderen Mittel gilt diese Regel:

Moderate Evidenz#a4

Die Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben lauten: „Schwangere sollen Arzneimittel nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen oder absetzen.“ Ohne ärztliche Rücksprache sollen Schwangere nach derselben Quelle auch keine frei verkäuflichen Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel oder harmlos erscheinenden Naturpräparate nehmen.

Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Geburtshilfe und Frauenheilkunde 2026

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Moderate Evidenz#a5

Nach den Handlungsempfehlungen ist die überwiegende Zahl der Arzneimittel mit Blick auf Risiken in der Schwangerschaft unzureichend untersucht. Medikamentenstudien mit Schwangeren sind nach dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit aus ethischen Gründen nur selten möglich.

Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Geburtshilfe und Frauenheilkunde 2026, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / familienplanung.de 2017

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Moderate Evidenz#a6

Der britische Gesundheitsdienst NHS schreibt, dass manche Husten- und Erkältungsmittel für Schwangere nicht geeignet sind, und dass eine Apotheke zum passenden Mittel beraten kann. Vor jedem Medikament in der Schwangerschaft rät der NHS, in der Apotheke, bei der Hebamme oder in der Arztpraxis zu klären, ob es geeignet ist.

Quellen: National Health Service (NHS), Vereinigtes Königreich 2024, National Health Service (NHS), Vereinigtes Königreich 2022

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Keine der hier zitierten Stellen sagt etwas dazu, ob abschwellende Nasensprays in der Schwangerschaft passen.

Moderate Evidenz#a7

Abschwellende Nasensprays oder -tropfen können nach dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen eine laufende oder verstopfte Nase lindern. Länger als eine Woche am Stück sollen sie nach derselben Quelle nicht angewendet werden, weil sonst ein Dauerschnupfen entstehen kann.

Quellen: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) / gesundheitsinformation.de 2023

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Zu Hausmitteln:

Schwache Evidenz#a8

Für die Behandlung zu Hause nennt der NHS allgemein: viel ausruhen, genug trinken, mit Salzwasser gurgeln gegen Halsschmerzen, ein heißes Getränk mit Zitrone und Honig, und Dampf einatmen, etwa im Badezimmer bei laufender heißer Dusche.

Quellen: National Health Service (NHS), Vereinigtes Königreich 2024

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Moderate Evidenz#a9

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen schreibt, dass viele Menschen das Einatmen von Wasserdampf als angenehm empfinden, es aber keine eindeutige Wirkung auf Erkältungssymptome hat. Dass viel Trinken hilft, ist nach derselben Quelle wissenschaftlich nicht belegt; heißer Tee wird aber oft als wohltuend empfunden.

Quellen: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) / gesundheitsinformation.de 2023

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Was nicht hilft

Moderate Evidenz#a10

Antibiotika helfen nach dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen bei einfachen virusbedingten Erkältungen nicht, weil sie nur gegen Bakterien wirken. Der NHS schreibt dasselbe.

Quellen: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) / gesundheitsinformation.de 2023, National Health Service (NHS), Vereinigtes Königreich 2024

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Moderate Evidenz#a11

Vitamin C zu Beginn einer Erkältung zeigt nach derselben Quelle keinen Effekt, und Vitamin-D-Präparate scheinen gegen akute Erkältungen nicht zu wirken. Zu Sonnenhut-Präparaten (Echinacea) zeigen die bisherigen Studien keine eindeutigen Ergebnisse.

Quellen: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) / gesundheitsinformation.de 2023

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Moderate Evidenz#a12

Zu vielen pflanzlichen Erkältungsmitteln gibt es nach derselben Quelle „kaum verlässliche Studien“. Kombinationsmittel gegen mehrere Erkältungsbeschwerden können nach dem Institut mehr Nebenwirkungen haben als einzelne Medikamente.

Quellen: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) / gesundheitsinformation.de 2023

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Was schadet

Moderate Evidenz#a13

Zu den rezeptfreien entzündungshemmenden Schmerzmitteln (NSAR) zählen nach dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen Acetylsalicylsäure (ASS), Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen. „In der Schwangerschaft dürfen, je nach Schwangerschaftswoche, nur bestimmte NSAR angewendet werden.“

Quellen: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) / gesundheitsinformation.de 2025

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Moderate Evidenz#a14

Der vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte veröffentlichte Text für die Packungsbeilage aller NSAR-haltigen Arzneimittel zur systemischen Anwendung sagt: nicht in den letzten 3 Monaten der Schwangerschaft; in den ersten 6 Monaten nur, „sofern es nicht absolut notwendig ist und von Ihrem Arzt empfohlen wird“. Ab der 20. Schwangerschaftswoche kann eine Einnahme über mehr als ein paar Tage beim Kind nach demselben Text zu Nierenproblemen mit weniger Fruchtwasser oder zu einer Verengung eines Blutgefäßes im Herzen führen.

Quellen: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) 2022

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Moderate Evidenz#a15

Manche Präparate enthalten nach dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen eine Kombination aus einem NSAR und Paracetamol, zum Beispiel ASS und Paracetamol. Der Text des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte gilt für alle NSAR-haltigen Arzneimittel zur systemischen Anwendung, also auch für solche Kombinationen.

Quellen: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) / gesundheitsinformation.de 2025, Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) 2022

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Moderate Evidenz#a16

Davon zu unterscheiden ist ASS, das dir zur Vorbeugung einer Präeklampsie verordnet wurde: Die britische Leitlinie zur Schwangerenvorsorge empfiehlt, Schwangeren mit Risikofaktoren für eine Präeklampsie ASS zu raten, und die deutsche S3-Leitlinie zur fetalen Überwachung nennt die Gabe von Acetylsalicylsäure eine Möglichkeit der Vorbeugung, „sofern vor 16 SSW begonnen“. Eine notwendige Therapie darf nach den Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben nicht aufgrund falscher Annahmen abgesetzt werden.

Quellen: National Institute for Health and Care Excellence (NICE) 2021, DGGG, DEGUM, OEGGG und SGGG (AWMF-Register 015/089) 2023, Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Geburtshilfe und Frauenheilkunde 2026

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Mehr dazu in der Antwort „Welche Schmerzmittel darf ich in der Schwangerschaft nehmen?“.

Moderate Evidenz#a17

Der NHS rät, Paracetamol nicht gleichzeitig mit Erkältungs- oder Grippemitteln zu nehmen, die ebenfalls Paracetamol enthalten, weil man so leicht mehr als die empfohlene Dosis nimmt.

Quellen: National Health Service (NHS), Vereinigtes Königreich 2026, National Health Service (NHS), Vereinigtes Königreich 2026

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Moderate Evidenz#a18

Nach dem NHS sind nicht alle natürlichen Mittel in der Schwangerschaft sicher, und manche Produkte können andere Stoffe enthalten, etwa Blei.

Quellen: National Health Service (NHS), Vereinigtes Königreich 2022

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Quellen

  1. Schnupfen, Husten und Halsschmerzen lindern · Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) / gesundheitsinformation.de, 2023 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-29
  2. Use of paracetamol during pregnancy unchanged in the EU · European Medicines Agency (EMA), 2025 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-29
  3. Ernährung, Bewegung und weitere Gesundheitsaspekte vor und während der Schwangerschaft – Handlungsempfehlungen des bundesweiten Netzwerks Gesund ins Leben 2026 · Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Geburtshilfe und Frauenheilkunde, 2026 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · DOI 10.1055/a-2827-5905 · abgerufen 2026-09-29
  4. Medikamente in der Schwangerschaft · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / familienplanung.de, 2017 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-29
  5. Common cold · National Health Service (NHS), Vereinigtes Königreich, 2024 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-29
  6. Medicines in pregnancy · National Health Service (NHS), Vereinigtes Königreich, 2022 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-29
  7. Rezeptfreie Schmerzmittel sicher anwenden · Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) / gesundheitsinformation.de, 2025 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-29
  8. NSAID-haltige Arzneimittel zur systemischen Anwendung während der Schwangerschaft: vorgeschlagener Text für Fachinformation und Packungsbeilage · Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), 2022 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-29
  9. Antenatal care (NG201) · National Institute for Health and Care Excellence (NICE), 2021 · Leitlinie · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-29
  10. S3-Leitlinie Fetale Überwachung in der Schwangerschaft · DGGG, DEGUM, OEGGG und SGGG (AWMF-Register 015/089), 2023 · Leitlinie · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-29
  11. Paracetamol for adults · National Health Service (NHS), Vereinigtes Königreich, 2026 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-29
  12. Flu · National Health Service (NHS), Vereinigtes Königreich, 2026 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-29
  13. Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Schutzimpfung gegen Influenza · Robert Koch-Institut, 2026 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-28
  14. Beschluss und wissenschaftliche Begründung der STIKO zur Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung und zum Wegfall der Basisimmunität 2026, Epidemiologisches Bulletin 28/2026 · STIKO / RKI, 2026 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · DOI 10.25646/14286.2 · abgerufen 2026-09-29
  15. Krankheiten und Infektionen in der Schwangerschaft: COVID-19 (SARS-CoV-2) · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / familienplanung.de, 2024 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-29
  16. Notruf und Notaufnahme · Bundesministerium für Gesundheit (gesund.bund.de), 2026 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-29

Versionshistorie

  • v2 · 29. September 2026 · Redaktionell gelesen und freigegeben. (Redaktion)
  • v1 · 29. September 2026 · Erstfassung (Redaktion)

Nächste planmäßige Prüfung: 29. September 2027. Du hältst eine Aussage für falsch? Der Link „Einspruch oder Ergänzung“ steht an jeder Aussage, und jede Entscheidung darüber ist unter Einsprüche öffentlich.

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