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Eltern-Wiki

Eltern-Wiki · https://eltern-wiki.de/antworten/wie-viel-schlaf-braucht-mein-kind-in-welchem-alter

Stand: 28.09.2026 · Version 2

Kein Ersatz für ärztliche Beratung. Im Notfall 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117.

Schlaf

Wie viel Schlaf braucht mein Kind in welchem Alter?

Ist das normal?Moderate EvidenzAlter: 0 bis 36 MonateGeprüft am 28. September 2026

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt pro 24 Stunden einschließlich Tagschlaf 14 bis 17 Stunden in den ersten drei Monaten, 12 bis 16 Stunden bis zum ersten Geburtstag, 11 bis 14 Stunden mit ein und zwei Jahren und 10 bis 13 Stunden mit drei und vier Jahren. Die Unterschiede zwischen Kindern sind groß, und die Evidenz hinter diesen Bereichen stuft die Weltgesundheitsorganisation selbst als sehr niedrig ein.

Redaktionell geprüft, noch ohne Fachreview.

Diese Antwort hat eine KI aus freigegebenen Quellen zusammengestellt. Ein Mensch hat sie am 28. September 2026 gelesen und freigegeben und dabei jede Quelle einzeln geöffnet. Der Evidenzgrad ist eine redaktionelle Einschätzung, keine Messung. Fehler bleiben möglich. Wir beschreiben die Studienlage, nicht dein Kind. Den ganzen Prüfprozess beschreibt die Methodik.

Normalbereich

Zu dieser Frage gibt es zwei Arten von Zahlen. Die einen sind Empfehlungen: wie viel Schlaf mit guter Gesundheit einhergeht. Die anderen sind Durchschnittswerte: wie viel Kinder eines Alters tatsächlich schlafen. Beide stehen hier nebeneinander, zuerst die Empfehlungen.

Moderate Evidenz#a1

Die Leitlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Kinder unter fünf Jahren empfiehlt pro 24 Stunden guten Schlaf einschließlich Tagschlaf: 14 bis 17 Stunden mit 0 bis 3 Monaten, 12 bis 16 Stunden mit 4 bis 11 Monaten, 11 bis 14 Stunden mit einem und zwei Jahren und 10 bis 13 Stunden mit drei und vier Jahren. Ab dem ersten Geburtstag gehören nach der Leitlinie regelmäßige Schlafens- und Aufwachzeiten dazu; mit drei und vier Jahren kann ein Mittagsschlaf Teil der Stunden sein.

Quellen: WHO 2019

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Moderate Evidenz#a2

Die WHO nennt diese Empfehlungen stark, stuft die Qualität der Evidenz aber als sehr niedrig ein („Strong recommendations, very low quality evidence“). Frühere Empfehlungen zur Schlafdauer beruhten nach ihrer Darstellung auf Expertenkonsens.

Quellen: WHO 2019

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Moderate Evidenz#a3

Die Amerikanische Akademie für Schlafmedizin empfiehlt regelmäßig 12 bis 16 Stunden pro 24 Stunden einschließlich Tagschlaf mit 4 bis 12 Monaten, 11 bis 14 Stunden mit einem bis zwei Jahren und 10 bis 13 Stunden mit drei bis fünf Jahren. Für Säuglinge unter vier Monaten gibt sie keine Empfehlung, wegen der großen normalen Schwankungsbreite von Schlafdauer und Schlafmuster und unzureichender Belege für Zusammenhänge mit der Gesundheit. Die Empfehlung ist der Konsens eines Panels von 13 Fachleuten nach Durchsicht von 864 Arbeiten.

Quellen: Journal of Clinical Sleep Medicine (American Academy of Sleep Medicine) 2016

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Ab dem vierten Lebensmonat stimmen die beiden Empfehlungen in den Zahlen überein. Für die ersten drei Lebensmonate gibt nur die WHO einen Bereich an.

Nun die Durchschnittswerte.

Moderate Evidenz#a4

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (vormals Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) schreibt: „In den ersten drei Monaten schlafen Babys durchschnittlich 16 bis 18 von 24 Stunden“. Und weiter: „Jedes Kind ist anders, und Abweichungen vom Durchschnitt sind völlig normal.“

Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de 2025

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Moderate Evidenz#a5

Die durchschnittliche Schlafdauer je 24 Stunden gibt dasselbe Institut in einer Tabelle an: 14,5 Stunden mit 3 Monaten, 14,2 Stunden mit 6 bis 9 Monaten, 14 Stunden mit 12 Monaten, 13,5 Stunden mit 18 Monaten, 13 Stunden mit 2 Jahren und 12,5 Stunden mit 3 Jahren. Die Angaben stammen nach der Tabelle von Jenni, Iglowstein, Benz und Largo aus dem Jahr 2003.

Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de 2025

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Moderate Evidenz#a6

Für das Kleinkindalter hält das Institut fest: „So brauchen Kleinkinder mit etwa zwei Jahren im Durchschnitt 12 bis 13 Stunden Schlaf, mit drei, vier Jahren oft nur noch elf bis zwölf Stunden. Aber auch in diesem Alter sind Abweichungen von bis zu zwei Stunden völlig normal.“

Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de 2025

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Moderate Evidenz#a7

Der Patientenratgeber der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin gibt die Streuung genauer an: Zweijährige schlafen im Durchschnitt gut 13 Stunden am Tag, mit Schwankungen zwischen etwa 11 und 16 Stunden; Vierjährige etwa 12 Stunden, mit Schwankungen zwischen etwa 10 und 14 Stunden.

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) 2026

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Moderate Evidenz#a8

Eine systematische Übersicht von 34 Beobachtungsstudien errechnete für Säuglinge eine mittlere Schlafdauer von 12,8 Stunden mit einem Bereich von 9,7 bis 15,9 Stunden, für Kleinkinder und Vorschulkinder 11,9 Stunden mit einem Bereich von 9,9 bis 13,8 Stunden. In Studien aus überwiegend asiatischen Ländern schliefen die Kinder im Mittel etwa eine Stunde kürzer. Weil die Daten aus verschiedenen Ländern und Kulturen zusammengeführt wurden, verstehen die Autorinnen und Autoren die Werte als globale Normwerte.

Quellen: Sleep Medicine Reviews 2012

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Moderate Evidenz#a9

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin schreibt in ihrer Elterninformation: „Tatsächlich ist das Schlafbedürfnis altersabhängig, variiert jedoch individuell sehr stark.“ Als Beispiel nennt sie: „Manchmal kommt ein erst 4 Monate alter Säugling schon mit 10 bis 12 Stunden Schlaf am Tag aus und ist deshalb nicht krank.“

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) 2019

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Die 10 bis 12 Stunden aus a9 liegen unter dem Bereich von 12 bis 16 Stunden in a1 und a3. Beides steht so in den Quellen nebeneinander.

Moderate Evidenz#a10

Der Nachtschlaf allein verlängert sich nach dem Bundesinstitut im Durchschnitt von acht Stunden nach der Geburt auf fast zwölf Stunden bis zum zwölften Lebensmonat. Gemeint ist die gesamte Nachtschlafzeit mit allen Unterbrechungen, nicht die Zeit am Stück. Ab dem zweiten Lebensjahr wird sie wieder kürzer, bis auf knapp elf Stunden im sechsten Lebensjahr.

Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de 2025

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Wie sich der Tagschlaf in diesen Jahren verändert und wann er wegfällt, steht in der Antwort zum Mittagsschlaf. Wie oft Kinder nachts aufwachen, steht in den Antworten zum Durchschlafen im ersten Jahr und zum nächtlichen Aufwachen mit zwei Jahren.

Was dahintersteckt

Warum die Bereiche so breit sind, dazu eine Aussage der Amerikanischen Akademie für Schlafmedizin.

Moderate Evidenz#a11

Die Akademie hält fest, dass der individuelle Schlafbedarf von genetischen, verhaltensbezogenen, medizinischen und umweltbedingten Faktoren beeinflusst wird. Die genauen biologischen Mechanismen dahinter sind nach ihrer Darstellung noch nicht verstanden.

Quellen: Journal of Clinical Sleep Medicine (American Academy of Sleep Medicine) 2016

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Worauf die Empfehlungen beruhen, legt die WHO offen.

Moderate Evidenz#a12

Grundlage der WHO-Empfehlung war eine systematische Übersicht von 2017 mit 69 Studien aus 23 Ländern und 148.524 Teilnehmenden, bis Dezember 2017 um acht weitere Studien ergänzt. Darunter waren 5 randomisierte Studien; die übrigen waren überwiegend Längsschnitt- und Querschnittsstudien, 42 davon Querschnittsstudien.

Quellen: WHO 2019

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Schwache Evidenz#a13

In diesen Studien ging kürzerer Schlaf mit mehr Körperfett, schlechterer Regulation der Gefühle, beeinträchtigtem Wachstum, mehr Bildschirmzeit und einem höheren Verletzungsrisiko einher. In ihrer Evidenzzusammenfassung fand die WHO keinen klaren Zusammenhang mit der kognitiven und motorischen Entwicklung; in der Begründung der Empfehlung nennt sie einen ungünstigen Zusammenhang mit einigen Maßen der kognitiven Entwicklung.

Quellen: WHO 2019

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Schwache Evidenz#a14

Die Amerikanische Akademie für Schlafmedizin verbindet regelmäßig zu wenig Schlaf mit Problemen bei Aufmerksamkeit, Verhalten und Lernen sowie mit einem höheren Risiko für Unfälle, Verletzungen, Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes und Depression. Die Aussage gilt für die ganze Spanne von vier Monaten bis 18 Jahren und unterscheidet nicht nach Alter.

Quellen: Journal of Clinical Sleep Medicine (American Academy of Sleep Medicine) 2016

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Die Studien hinter a13 sind überwiegend Längs- und Querschnittsstudien (a12).

Die deutsche Elternseite blickt auch in die andere Richtung, auf zu viel Zeit im Bett.

Moderate Evidenz#a15

„Nicht selten verbringen Kinder mehr Zeit im Bett, als sie tatsächlich Schlaf brauchen. Kein Wunder, wenn sie dann beim Zubettgehen quengeln oder sich mit dem Einschlafen schwertun.“

Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de 2025

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Moderate Evidenz#a16

Wenn du nicht sicher bist, wie viel Schlaf dein Kind braucht, raten das Bundesinstitut und die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin zu einem Schlafprotokoll: zwei bis drei Wochen lang eintragen, wann und wie lange dein Kind schläft. Die Fachgesellschaft nennt dafür etwa drei Wochen und will auch Aufwachen und Schlafbedingungen notiert haben.

Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de 2025, Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) 2019

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Moderate Evidenz#a17

„Die richtige Zubettgehzeit ergibt sich aus der Aufstehzeit minus dem persönlichen Schlafbedarf Ihres Kindes.“

Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de 2025

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Woran du merkst, dass dein Kind zu wenig schläft, beschreibt die Elternseite am Verhalten tagsüber.

Moderate Evidenz#a18

Das Bundesinstitut schreibt: „Wenn ein Kind tagsüber meist müde ist, als Kleinkind quengelt und zur Weinerlichkeit neigt oder als Schulkind Schwierigkeiten hat, aufmerksam zu sein und sich zu konzentrieren, können dies deutliche Zeichen sein, dass es nachts zu wenig Schlaf bekommt.“ Auch ein gesteigerter Bewegungsdrang kann nach derselben Seite schon in der Kitazeit auf Schlafmangel hindeuten.

Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de 2025

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Quellen

  1. Guidelines on physical activity, sedentary behaviour and sleep for children under 5 years of age · WHO, 2019 · Leitlinie · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-05
  2. Recommended Amount of Sleep for Pediatric Populations: A Consensus Statement of the American Academy of Sleep Medicine · Journal of Clinical Sleep Medicine (American Academy of Sleep Medicine), 2016 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · DOI 10.5664/jcsm.5866 · abgerufen 2026-09-08
  3. Das Wichtigste zum Schlaf im ersten Lebensjahr · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de, 2025 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-05
  4. Von Schlafbedarf und Schlafdauer · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de, 2025 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-08
  5. Ratgeber für Patientinnen und Patienten: Schlafstörungen bei Säuglingen, Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen · Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), 2026 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-28
  6. Normal sleep patterns in infants and children: a systematic review of observational studies · Sleep Medicine Reviews, 2012 · Systematischer Review · Stufe 2: systematischer Review · DOI 10.1016/j.smrv.2011.06.001 · abgerufen 2026-09-05
  7. DGKJ-Elterninformation: „Mein Kind schläft nicht“ · Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), 2019 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-28
  8. Schlafmangel beim Kind frühzeitig erkennen · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de, 2025 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-28
  9. Probleme des kindlichen Schlafs · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de, 2025 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-08
  10. Hinweise für Notfallsituationen · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de, 2025 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-28

Versionshistorie

  • v2 · 28. September 2026 · Redaktionell gelesen und freigegeben. (Redaktion)
  • v1 · 28. September 2026 · Erstfassung (Redaktion)

Nächste planmäßige Prüfung: 28. September 2027. Du hältst eine Aussage für falsch? Der Link „Einspruch oder Ergänzung“ steht an jeder Aussage, und jede Entscheidung darüber ist unter Einsprüche öffentlich.

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