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Eltern-Wiki

Eltern-Wiki · https://eltern-wiki.de/antworten/wie-viel-eisen-braucht-mein-kind-und-woher-bekommt-es-das

Stand: 28.09.2026 · Version 2

Kein Ersatz für ärztliche Beratung. Im Notfall 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117.

Ernährung

Wie viel Eisen braucht mein Kind, und woher bekommt es das?

Ist das normal?Moderate EvidenzAlter: 0 bis 36 MonateGeprüft am 28. September 2026

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Babys von 4 bis unter 12 Monaten 11 Milligramm Eisen am Tag und für Kinder von 1 bis unter 4 Jahren 7 Milligramm; im ersten Jahr soll zwischen dem fünften und siebten Monat eisenreiche Beikost dazukommen, zuerst der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei; Hauptlieferanten sind sonst Vollkornprodukte, Fleisch, Gemüse und Hülsenfrüchte, pflanzliches Eisen am besten zusammen mit Vitamin-C-reichem Obst oder Gemüse. Ein Eisenpräparat ist für gesunde, normalgewichtig geborene Kinder nicht vorgesehen; die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät dazu nur nach festgestellter Unterversorgung und mit fachlicher Begleitung.

Redaktionell geprüft, noch ohne Fachreview.

Diese Antwort hat eine KI aus freigegebenen Quellen zusammengestellt. Ein Mensch hat sie am 28. September 2026 gelesen und freigegeben und dabei jede Quelle einzeln geöffnet. Der Evidenzgrad ist eine redaktionelle Einschätzung, keine Messung. Fehler bleiben möglich. Wir beschreiben die Studienlage, nicht dein Kind. Den ganzen Prüfprozess beschreibt die Methodik.

Normalbereich

Zuerst die Mengen.

Moderate Evidenz#a1

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt als empfohlene Zufuhr für Säuglinge von 4 bis unter 12 Monaten 11 Milligramm Eisen am Tag und für Kinder von 1 bis unter 4 Jahren 7 Milligramm am Tag. Für Säuglinge von 0 bis unter 4 Monaten gibt sie einen Schätzwert von 0,3 Milligramm am Tag an; Frühgeborene sind davon ausgenommen. Die Werte wurden 2023 neu abgeleitet.

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 2023

Einspruch oder Ergänzung

Moderate Evidenz#a2

Dieselbe Gesellschaft bezeichnet den Wert von 11 Milligramm für das Alter von 4 bis unter 12 Monaten als hoch im Vergleich zu jüngeren Säuglingen und zu Kleinkindern. Nach Zufuhrdaten erreichen Säuglinge von 6 bis unter 12 Monaten ihn im Mittel nicht, aber: „Eine Zufuhr unterhalb des Referenzwerts ist allerdings nicht gleichbedeutend mit einem Mangel.“

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 2025

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Moderate Evidenz#a3

Der Referenzwert für diese Altersgruppe ist nach derselben Quelle unter der Annahme berechnet, dass 10 von 100 Teilen des Eisens aus der Nahrung aufgenommen werden. Bei einem niedrigen Eisenstatus kann die Aufnahme höher sein.

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 2025

Einspruch oder Ergänzung

Dann die Frage, woher das Eisen kommt, zuerst im ersten Lebensjahr.

Moderate Evidenz#a4

Die Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben begründen die Reihenfolge der Breie mit dem Eisen: Die Eisenvorräte des Kindes sind nach 4 bis 6 Monaten Muttermilchernährung weitgehend erschöpft, und der Eisenbedarf steigt im zweiten Lebenshalbjahr stark. Deshalb wird als Erstes ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei empfohlen. „Er enthält einen hohen Anteil an Hämeisen mit guter Bioverfügbarkeit.“

Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde 2024

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Moderate Evidenz#a5

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung schreibt: „Für eine ausreichende Versorgung mit Eisen ist die Einführung einer eisenreichen Beikost zwischen dem 5. und 7. Monat, wenn das Kind dazu bereit ist, notwendig.“ Der erste Brei ist in der Regel der Gemüse-Kartoffel-Fleisch- oder -Fisch-Brei, jeweils einen Monat später folgen Milch-Getreide-Brei und Getreide-Obst-Brei.

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 2025

Einspruch oder Ergänzung

Moderate Evidenz#a6

Nach derselben Quelle wird zur besseren Aufnahme des pflanzlichen Eisens der Zusatz von Vitamin-C-haltigem Obstsaft oder Obstpüree empfohlen; deshalb ist auch die Kombination von Obst und Getreide sinnvoll.

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 2025

Einspruch oder Ergänzung

Moderate Evidenz#a7

Ohne Fleisch empfiehlt das Netzwerk Gesund ins Leben statt des Fleischbreis einen Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei. Die Fleischportion wird dann durch 10 g Vollkorn-Haferflocken oder -Hirseflocken ersetzt.

Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (Bundeszentrum für Ernährung) 2025, Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde 2024

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Moderate Evidenz#a8

Das Ernährungskomitee der Europäischen Gesellschaft für pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung kommt in seinem Positionspapier von 2014 zum selben Schluss: Ab einem Alter von 6 Monaten sollen alle Säuglinge und Kleinkinder eisenreiche Lebensmittel bekommen, darunter Fleischprodukte oder mit Eisen angereicherte Lebensmittel.

Quellen: ESPGHAN Committee on Nutrition / Journal of Pediatric Gastroenterology and Nutrition 2014

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Nach dem ersten Geburtstag isst dein Kind zunehmend am Familientisch mit.

Moderate Evidenz#a9

„Vollkornprodukte, Fleisch, Wurstwaren, Gemüse und Hülsenfrüchte sind die Hauptlieferanten für die Eisenzufuhr.“

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 2023

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Moderate Evidenz#a10

Für Kinder, die wenig oder kein Fleisch essen, schreibt das Bundeszentrum für Ernährung in einem Beitrag, den das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (vormals Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) veröffentlicht: „Gute pflanzliche Eisenquellen sind beispielsweise Hülsenfrüchte, Haferflocken und Hirse.“ Vitamin C, etwa aus Zitrusfrüchten, verbessert dort die Aufnahme.

Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de 2026

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Moderate Evidenz#a11

Die Elternseite des Netzwerks Gesund ins Leben für Kleinkinder rät: „Vollkorngetreide, Linsen, Bohnen und Nüsse (fein gemahlen oder als Nussmus) enthalten Eisen. Am besten zusammen mit Gemüse oder Obst essen, denn durch das darin enthaltene Vitamin C wird das Eisen vom Körper besser aufgenommen.“

Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) 2022

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Nüsse gehören dabei nur fein gemahlen oder als Mus auf den Teller; warum, steht in der Antwort dazu, an welchen Lebensmitteln sich ein Kind verschlucken kann.

Was dahintersteckt

Zuerst zur Rolle des Eisens im Körper.

Moderate Evidenz#a12

Nach der Deutschen Gesellschaft für Ernährung befindet sich der Großteil des Eisens im Körper als Bestandteil des Blutfarbstoffs Hämoglobin in den roten Blutkörperchen. Eisen ist grundlegend am Transport von Sauerstoff beteiligt.

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 2025

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Moderate Evidenz#a13

Dieselbe Quelle unterscheidet zwei Formen: Hämeisen liegt vor allem in Fleisch, Fisch und daraus hergestellten Lebensmitteln vor, Nicht-Hämeisen stammt überwiegend aus pflanzlichen Lebensmitteln. „Hämeisen ist für den Menschen besser verfügbar als Nicht-Hämeisen.“

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 2025

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Moderate Evidenz#a14

Die Aufnahme von pflanzlichem Eisen kann nach der Deutschen Gesellschaft für Ernährung durch andere Pflanzenbestandteile gehemmt werden, etwa Phytate in Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten oder Polyphenole in Kaffee und vor allem schwarzem Tee, und durch Vitamin C, etwa aus Zitrusfrüchten und Paprika, verbessert werden.

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 2023

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Moderate Evidenz#a15

Zu den Risikogruppen für eine unzureichende Eisenversorgung zählt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung unter anderem Säuglinge, Kinder und Jugendliche sowie Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren.

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 2025

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Moderate Evidenz#a16

Nach derselben Quelle kann eine Eisenmangelanämie bei Kindern die kognitive und motorische Entwicklung beeinträchtigen. Die Symptome eines Eisenmangels sind häufig unspezifisch.

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 2025

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Moderate Evidenz#a17

Als Risikofaktoren für eine Eisenmangelanämie nennt das europäische Positionspapier von 2014 unter anderem ein niedriges Geburtsgewicht, einen hohen Kuhmilchkonsum und wenig eisenreiche Beikost.

Quellen: ESPGHAN Committee on Nutrition / Journal of Pediatric Gastroenterology and Nutrition 2014

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Beim Kuhmilchkonsum überschneidet sich diese Frage mit der Milchfrage im Kleinkindalter.

Moderate Evidenz#a18

Die Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben für Kleinkinder halten fest, dass sich ein hoher Verzehr von Kuhmilch und Kuhmilchprodukten auch negativ auf die Eisenversorgung auswirken könnte. Sie geben die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin wieder, den Milchverzehr bei Kleinkindern auf bis zu zwei Tassen täglich zu begrenzen, also 200 bis 400 ml.

Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde 2022

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Moderate Evidenz#a19

Das europäische Ernährungskomitee setzt in seinem Positionspapier von 2014 die Grenze etwas höher: Unveränderte Kuhmilch soll vor dem Alter von 12 Monaten nicht das Hauptmilchgetränk sein, und bei Kleinkindern soll die Menge unter 500 ml am Tag bleiben.

Quellen: ESPGHAN Committee on Nutrition / Journal of Pediatric Gastroenterology and Nutrition 2014

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Wie viel Milch zwischen eins und drei passt, steht ausführlich in der Antwort dazu.

Bleibt die Frage, ob ein Eisenpräparat zur Sicherheit hilft.

Moderate Evidenz#a20

Das europäische Ernährungskomitee fand in seinem Positionspapier von 2014 keine ausreichenden Belege für eine allgemeine Eisengabe an gesunde europäische Säuglinge und Kleinkinder mit normalem Geburtsgewicht. Für Säuglinge mit einem Geburtsgewicht von 2.000 bis 2.500 Gramm empfiehlt es dagegen Eisenpräparate.

Quellen: ESPGHAN Committee on Nutrition / Journal of Pediatric Gastroenterology and Nutrition 2014

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Moderate Evidenz#a21

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung schreibt: „Eine generelle Supplementation mit Eisen kann zu einem Eisenüberschuss führen“. Eine Eisenergänzung sollte deshalb nur nach Feststellung einer Unterversorgung und unter ärztlicher oder fachlicher Begleitung erfolgen.

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 2025

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Moderate Evidenz#a22

Über normale Lebensmittel ist das Risiko einer Eisenüberladung bei gesunden Menschen nach derselben Quelle gering. Mit Eisen angereicherte Lebensmittel und eisenhaltige Präparate sind dagegen zusätzliche Quellen, die die Eisenzufuhr deutlich erhöhen können.

Quellen: Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 2025

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Quellen

  1. Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr: Eisen · Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), 2023 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-28
  2. Ausgewählte Fragen und Antworten zu Eisen · Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), 2025 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-28
  3. Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen 2024: Teilaktualisierte Handlungsempfehlungen des bundesweiten Netzwerks Gesund ins Leben · Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde, 2024 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · DOI 10.1007/s00112-024-02014-7 · abgerufen 2026-09-05
  4. Vegetarischer Babybrei · Netzwerk Gesund ins Leben (Bundeszentrum für Ernährung), 2025 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-28
  5. Iron requirements of infants and toddlers (ESPGHAN Committee on Nutrition) · ESPGHAN Committee on Nutrition / Journal of Pediatric Gastroenterology and Nutrition, 2014 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · DOI 10.1097/MPG.0000000000000206 · abgerufen 2026-09-28
  6. Ist mein Kind gut versorgt? Infos für Eltern zu Nahrungsergänzungsmitteln · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de, 2026 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-28
  7. Was kommt auf den Teller? · Netzwerk Gesund ins Leben (BLE), 2022 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-28
  8. Ernährung und Bewegung im Kleinkindalter: Aktualisierte Handlungsempfehlungen des bundesweiten Netzwerks Gesund ins Leben (Sonderdruck Juni 2022, Bestell-Nr. 3418) · Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde, 2022 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · DOI 10.1007/s00112-022-01519-3 · abgerufen 2026-09-08
  9. Hinweise für Notfallsituationen · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de, 2025 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-28

Versionshistorie

  • v2 · 28. September 2026 · Redaktionell gelesen und freigegeben. (Redaktion)
  • v1 · 28. September 2026 · Erstfassung (Redaktion)

Nächste planmäßige Prüfung: 28. September 2027. Du hältst eine Aussage für falsch? Der Link „Einspruch oder Ergänzung“ steht an jeder Aussage, und jede Entscheidung darüber ist unter Einsprüche öffentlich.

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