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Stand: 28.09.2026 · Version 2
Kein Ersatz für ärztliche Beratung. Im Notfall 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117.
Impfen
Welche Reiseimpfungen braucht mein kleines Kind?
Welche Reiseimpfungen dein Kind braucht, hängt von Reiseziel, Reisedauer, Reisezeit und Reiseart ab und wird in einer individuellen reisemedizinischen Beratung festgelegt; der erste Schritt ist immer, dass alle altersgemäßen Standardimpfungen vollständig sind, manche davon auch vorgezogen. Für Säuglinge und Kleinkinder gelten eigene Altersgrenzen, etwa ist die Gelbfieberimpfung unter 6 Monaten ausgeschlossen, und die Impfungen sollen spätestens zwei Wochen vor der Abreise abgeschlossen sein.
Redaktionell geprüft, noch ohne Fachreview.
Diese Antwort hat eine KI aus freigegebenen Quellen zusammengestellt. Ein Mensch hat sie am 28. September 2026 gelesen und freigegeben und dabei jede Quelle einzeln geöffnet. Der Evidenzgrad ist eine redaktionelle Einschätzung, keine Messung. Fehler bleiben möglich. Wir beschreiben die Studienlage, nicht dein Kind. Den ganzen Prüfprozess beschreibt die Methodik.
Normalbereich
Welche Impfungen für eine Reise infrage kommen, hängt an der einzelnen Reise. Länderlisten stehen in dieser Antwort bewusst nicht.
Die Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut und die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit veröffentlichen jährlich gemeinsame Empfehlungen zu Reiseimpfungen, zuletzt im Juli 2026 im Epidemiologischen Bulletin 27/2026. Wegen eines erhöhten Risikos, sich auf Auslandsreisen mit bestimmten impfpräventablen Erkrankungen anzustecken, spricht die Ständige Impfkommission eigene Empfehlungen zu Reiseimpfungen aus. Sie sind als Hilfestellung für Ärztinnen und Ärzte bei der reisemedizinischen Impfberatung gedacht.
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
Bei der Impfentscheidung sollen nach diesen Empfehlungen unter anderem berücksichtigt werden, welche Länder und Regionen besucht werden, wie lange die Reise dauert, in welche Jahreszeit sie fällt, etwa die Regenzeit, und welche Art von Reise und welche Aktivitäten vor Ort geplant sind.
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
Die Ländertabellen im Anhang der Empfehlungen sind ausdrücklich „nicht ohne eine individuelle Risiko-Nutzen-Bewertung“ einzusetzen. Aktuelle Entwicklungen wie Ausbrüche und Reisewarnungen müssen nach der Ständigen Impfkommission zum Zeitpunkt der Beratung unbedingt beachtet werden.
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
Für Kinder gelten eigene Hinweise.
Säuglinge und Kleinkinder zählen nach den Reiseimpfempfehlungen zu den besonderen Gruppen, bei denen die sonst geltenden Impfempfehlungen für gesunde Reisende angepasst werden müssen.
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
Der erste Schritt hat mit der Reise noch gar nichts zu tun.
Säuglinge, Kinder und Jugendliche sollen nach den Empfehlungen stets, aber insbesondere vor einer Reise, nach den altersentsprechenden Empfehlungen der Ständigen Impfkommission geimpft sein, mit den Standardimpfungen und gegebenenfalls den Indikationsimpfungen. Die reisemedizinische Beratung soll unbedingt genutzt werden, um bestehende Impflücken zu schließen.
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
Für Standardimpfungen gibt die Ständige Impfkommission Zeitfenster an. Vor einer Reise kann es nach den Empfehlungen sinnvoll sein, eine Standardimpfung eher zu Beginn dieses Zeitfensters zu geben, um einen frühestmöglichen Schutz zu erreichen.
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
So kann die erste Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln in Ausnahmefällen, etwa vor einer Reise in Gebiete mit hoher Masern-Inzidenz oder mit einem aktuellen Ausbruch, bereits ab einem Alter von 9 Monaten gegeben werden. Die Impfung gegen Windpocken ist ebenfalls frühestens ab 9 Monaten möglich.
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
„Für eine MMR-Impfung von Säuglingen < 9 Monaten fehlen umfassende Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit“, deshalb sind jüngere Säuglinge bei einem Ausbruch in erster Linie durch Impfungen ihrer Kontaktpersonen zu schützen. Eine Impfung mit 6 bis 8 Monaten kann ausnahmsweise begründet sein; diese Säuglinge sollen dann zwei weitere Dosen mit 11 und 15 Monaten erhalten.
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
Wie die regulären Termine im Impfkalender liegen, steht in der Antwort zu den Impfungen zwischen dem ersten und dritten Geburtstag; wie fehlende Dosen nachgeholt werden, in der Antwort zu verpassten Impfungen.
Was dahintersteckt
Die Empfehlungen begründen die Sonderregeln für Kinder so.
„Säuglinge und Kleinkinder < 5 Jahren haben ein höheres Risiko für Infektionen und schwere Erkrankungsverläufe (inkl. durch fäkal-oral übertragene Erreger) als ältere Kinder.“
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
Kinder haben nach den Reiseimpfempfehlungen häufiger als Erwachsene Kontakt zu Tieren, die Tollwut übertragen können; bei kleinen Kindern ist wegen ihrer Größe und weil sie krabbeln häufiger der Kopf von Bissverletzungen betroffen, etwa durch Hunde. Auch Zecken sind Kinder beim Spielen im Gras häufiger ausgesetzt.
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
Kinder, die in einem Land ohne die jeweilige Krankheit aufgewachsen sind, besitzen gegen einige Infektionskrankheiten des Reiselands keine Immunität, zum Beispiel gegen Hepatitis A. Die Empfehlungen halten fest, dass dieser Umstand nicht allen Eltern bewusst ist.
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
„Das Risiko einer Reise sollte daher immer mit den Eltern/betreuenden Personen gegen deren Nutzen im Vorfeld der Reise abgewogen werden.“
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
Es folgen die Impfungen, die für Kinder eigens erwähnt sind. Ob eine davon für eure Reise infrage kommt, entscheidet die Beratung.
Wegen des erhöhten Expositionsrisikos von Kindern kann die Impfempfehlung gegen Tollwut, deren Impfstoffe ab Geburt zugelassen sind, und gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis, deren Impfstoffe ab 1 Jahr zugelassen sind, nach den Empfehlungen großzügig gestellt werden. Das gilt auch für die Impfungen gegen Meningokokken der Gruppen A, C, W, Y und B, wobei die Lage im Zielland zu beachten ist.
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
Gegen Erreger, die über verunreinigte Nahrung und Wasser übertragen werden, sollen nach den Empfehlungen die allgemeinen Hygieneregeln beachtet werden: „Cook it, boil it, peel it or forget it.“ Gegebenenfalls können Impfungen gegen Typhus, zugelassen ab 2 Jahren, und gegen Hepatitis A, zugelassen ab 1 Jahr, erwogen werden.
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
Eine eigene Gruppe mit besonderem Risiko sind nach den Empfehlungen Reisende, die Freunde oder Verwandte im Ausland besuchen. Für Hepatitis A heißt es dort: „In Deutschland geborene Kinder sollten geimpft werden.“ Gegen Typhus soll bei dieser Gruppe auch bei Kurzreisen geimpft werden, insbesondere bei Reisen auf den indischen Subkontinent; die Typhus-Impfstoffe sind ab 2 Jahren zugelassen.
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
Für eine Impfung gelten bei Babys besonders enge Grenzen.
Eine Gelbfieberimpfung ist unter 6 Monaten wegen gehäufter neurologischer Komplikationen kontraindiziert. Nur in Ausnahmefällen, etwa bei einem Ausbruch, darf sie mit 6 bis 8 Monaten gegeben werden; eine Impfung ab 9 Monaten ist nach den Empfehlungen vorzuziehen.
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
Bei Kindern unter 9 Monaten sollte eine Reise in ein Gelbfieber-Endemiegebiet nach den Empfehlungen vermieden oder verschoben werden, bis das Kind mindestens 9 Monate alt ist. Ist die Reise unvermeidbar, kann eine Impfung mit 6 bis unter 9 Monaten erwogen werden.
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
Wird ein Kind vor dem zweiten Geburtstag gegen Gelbfieber geimpft, hält der Schutz nicht lebenslang: Vor erneuter oder bei fortgesetzter Exposition soll eine zweite Dosis gegeben werden, sofern seit der ersten Impfung 5 oder mehr Jahre vergangen sind.
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
Manche Länder verlangen bei der Einreise einen Nachweis. Nach den Empfehlungen verlangen einige Länder von allen Reisenden, die älter als 9 beziehungsweise 12 Monate sind, grundsätzlich den Nachweis einer Gelbfieberimpfung; die meisten Länder verlangen ihn bei Säuglingen unter 9 Monaten nicht.
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
Nicht alles, was auf Reisen krank macht, lässt sich impfen.
Als einfache Maßnahmen gegen Mücken und Zecken nennen die Empfehlungen imprägnierte, kleinmaschige Moskitonetze, mückenarme Räume, hautbedeckende Kleidung, Repellentien und das Entleeren offener Wasserbehälter. Welche Mückenschutzmittel für Säuglinge geeignet sind, sagen die Empfehlungen nicht.
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
Die medikamentöse Vorbeugung gegen Malaria ist nach eigener Angabe nicht Bestandteil der Reiseimpfempfehlungen. Für Verbreitung und länderspezifische Hinweise verweisen sie auf die jährlich erscheinenden Empfehlungen des Ständigen Ausschusses für Reisemedizin der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin.
Quellen: RKI / STIKO und DTG 2026
Quellen
- Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit e. V. (DTG) zu Reiseimpfungen, Epidemiologisches Bulletin 27/2026 · RKI / STIKO und DTG, 2026 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · DOI 10.25646/14248 · abgerufen 2026-09-28
Versionshistorie
- v2 · 28. September 2026 · Redaktionell gelesen und freigegeben. (Redaktion)
- v1 · 28. September 2026 · Erstfassung (Redaktion)
Nächste planmäßige Prüfung: 28. September 2027. Du hältst eine Aussage für falsch? Der Link „Einspruch oder Ergänzung“ steht an jeder Aussage, und jede Entscheidung darüber ist unter Einsprüche öffentlich.
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