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Stand: 28.09.2026 · Version 2
Kein Ersatz für ärztliche Beratung. Im Notfall 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117.
Zähne & Pflege
Ab wann putze ich die Zähne meines Kindes, wie, und mit wie viel Zahnpasta?
Putze die Zähne deines Kindes ab dem ersten Milchzahn behutsam mit einer weichen Kinderzahnbürste und ab dem ersten Geburtstag zweimal täglich mit Zahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid, bis zum zweiten Geburtstag mit einer reiskorngroßen Menge, danach mit einer erbsengroßen. Vor dem ersten Geburtstag ist fluoridhaltige Zahnpasta nur eine von zwei Möglichkeiten und kommt nie zusätzlich zur Fluoridtablette.
Redaktionell geprüft, noch ohne Fachreview.
Diese Antwort hat eine KI aus freigegebenen Quellen zusammengestellt. Ein Mensch hat sie am 28. September 2026 gelesen und freigegeben und dabei jede Quelle einzeln geöffnet. Der Evidenzgrad ist eine redaktionelle Einschätzung, keine Messung. Fehler bleiben möglich. Wir beschreiben die Studienlage, nicht dein Kind. Den ganzen Prüfprozess beschreibt die Methodik.
Was nachweislich hilft
Diese Antwort folgt dem gemeinsamen deutschen Beratungsstandard zur Kariesprävention.
Die Handlungsempfehlungen zur Kariesprävention des Netzwerks Gesund ins Leben sind gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, der Deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde, der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und weiteren Fachgesellschaften entstanden. Sie gelten für Kinder von 0 bis 6 Jahren.
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a. 2021
Der Start hängt nicht am Kalender, sondern am ersten Zahn.
Nach diesen Handlungsempfehlungen sollen Eltern ihr Kind „nach dem Zahndurchbruch behutsam und allmählich an das Zähneputzen heranführen, sodass das Kind es gern geschehen lässt“.
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a. 2021
„Die ersten Milchzähne zeigen sich beim Baby meist im Alter von sechs bis acht Monaten“, schreibt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (vormals Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung). Die Handlungsempfehlungen nennen ein Fenster von 6 bis 10 Monaten für die meisten Kinder.
Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de 2025, Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a. 2021
Zum Wie gibt es klare Angaben zur Bürste und zur Haltung.
„Die Eltern reinigen die Zähne behutsam mit einer altersgerecht geformten, weichen Zahnbürste, keinesfalls gegen den Widerstand des Kindes. Im Säuglingsalter kann dies auf dem Schoß oder auf dem Wickeltisch erfolgen.“
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a. 2021
Babys erkunden Gegenstände mit Mund, Zunge und Lippen, und die Handlungsempfehlungen raten, dieses Erkunden für die Zahnbürste zu nutzen und das Spielerische in den Vordergrund zu stellen. „Ein Lied, ein lustiger Reim oder eine Geschichte können helfen, dass das Kind gerne mitmacht.“
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a. 2021
Bei der Menge unterscheidet der Standard drei Altersabschnitte. Im ersten Lebensjahr ist die Zahnpasta mit der Fluoridtablette verknüpft; alles zu Tablette, Vitamin D und fluoridreichem Wasser steht in der Antwort dazu, wie lange dein Baby Vitamin D und Fluorid braucht.
Vom ersten Zahn bis zum ersten Geburtstag soll eine von zwei Möglichkeiten gewählt werden. Möglichkeit 1: täglich eine Tablette mit Vitamin D und 0,25 mg Fluorid, und die Zähne werden ohne Zahnpasta oder mit einer geringen Menge fluoridfreier Zahnpasta geputzt. Möglichkeit 2: täglich eine Tablette nur mit Vitamin D, und die Zähne werden bis zu zweimal täglich mit jeweils bis zu 0,125 g, also einer reiskorngroßen Menge, Zahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid geputzt.
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a. 2021
„Fluoridhaltige Zahnpasta und Fluoridtabletten sollen nicht in Kombination verwendet werden.“
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a. 2021
Für 12 bis unter 24 Monate gilt: „Die Zähne des Kindes sollen 2 x täglich mit jeweils bis zu 0,125 Gramm (reiskorngroße Menge) Zahnpasta (mit 1.000 ppm Fluorid) geputzt werden“. Dazu heißt es: „Die Eltern putzen mit dem Kind die Zähne.“
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a. 2021
Für 24 bis 72 Monate gilt: „Die Zähne des Kindes sollen 2 x täglich mit jeweils bis zu 0,25 Gramm (erbsengroße Menge) Zahnpasta (mit 1.000 ppm Fluorid) geputzt werden“. Putzt die Kita mit, kommt dort ein drittes Putzen mit ebenfalls bis zu 0,25 g dazu.
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a. 2021
„Der empfohlene Fluoridgehalt der Zahnpasta ist von 0 bis 6 Jahren gleich, aber die empfohlene Zahnpastamenge wird dem Alter angepasst.“
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a. 2021
„Die Zahnpasta soll von den Eltern in korrekt dosierter Menge aufgetragen werden, um eine zu hohe Aufnahme zuverlässig zu vermeiden.“ Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit sagt es für Eltern so: „Sie tragen die Zahnpasta auf die Zahnbürste auf, damit die Menge stimmt.“
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a. 2021, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de 2026
Reiskorn und Erbse sind mit üblichen Tuben nach den Handlungsempfehlungen nicht genau abzumessen. Bis es fest angebrachte Dosierspender gibt, sollen Zahnpasten verwendet werden, die etwa durch eine kleinere Tubenöffnung und eine Darstellung der empfohlenen Menge auf der Tube das Risiko einer Überdosierung verringern.
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a. 2021
Selbst putzen lernt ein Kind nach und nach, fertig ist es damit lange nicht.
„Je nach individueller Entwicklung der motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten sind achtjährige Kinder dazu meist alleine in der Lage. Bis dahin sollen Eltern ihre Kinder beim Zähneputzen durch Nachputzen unterstützen.“
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a. 2021
Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit rät: „Bleiben Sie dabei, wenn sich Ihr Kind ab etwa drei, vier Jahren selbst die Zähne putzt, und putzen Sie alle Zahnflächen bis zum Schulalter immer nach.“
Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de 2026
Als Putzreihenfolge beschreibt das Bundesinstitut die KAI-Methode, die Kinder mit drei, vier Jahren schon gut selbst können: erst die Kauflächen mit kurzen Hin-und-Her-Bewegungen, dann die Außenflächen mit kreisenden Bewegungen bei aufeinanderliegenden Zähnen, zuletzt die Innenflächen „von Rot nach Weiß“, also vom Zahnfleisch zum Zahn. Die Seite belegt das mit Materialien des Bundesverbands der Kinderzahnärzte und zahnärztlicher Körperschaften sowie einer Leitlinie für bleibende Zähne; eine Studie zur KAI-Methode nennt sie nicht.
Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de 2026
Auf derselben Seite heißt es, die Zähne sollen etwa zwei Minuten lang geputzt werden, „ab etwa dem ersten Lebensjahr mindestens jedoch zweimal am Tag: nach dem Frühstück und vor dem Zubettgehen“.
Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de 2026
Dass Fluorid in der Zahnpasta Milchzähne schützt, ist auch in Studien untersucht.
Eine Cochrane-Übersicht von 2019 mit 96 Studien stützt den Nutzen fluoridhaltiger gegenüber fluoridfreier Zahnpasta. Für das Milchgebiss kleiner Kinder beruht der direkte Vergleich auf einer Studie mit 998 Kindern: Mit 1.500 ppm Fluorid kamen weniger kariöse Zahnflächen hinzu als mit fluoridfreier Zahnpasta, bei moderater Vertrauenswürdigkeit der Evidenz.
Quellen: Cochrane Oral Health (Walsh T, Worthington HV, Glenny AM, Marinho VC, Jeroncic A) 2019
Zu den Konzentrationen zeichnet dieselbe Übersicht für das Milchgebiss ein weniger klares Bild: Im direkten Vergleich von 1.055 und 550 ppm fand sie in zwei Studien mit 1.958 Kindern einen ähnlichen Schutz, im Vergleich von 1.450 und 440 ppm in einer Studie mit 2.362 Kindern etwas weniger Karies mit der höheren Konzentration. Die Autoren halten fest, dass die Wahl der Konzentration für kleine Kinder gegen das Fluoroserisiko abgewogen werden muss.
Quellen: Cochrane Oral Health (Walsh T, Worthington HV, Glenny AM, Marinho VC, Jeroncic A) 2019
Was nicht hilft
Beim Fluoridgehalt kommt es auf die Angabe auf der Tube an.
Die Handlungsempfehlungen empfehlen Kinderzahnpasta mit 500 ppm Fluorid nicht mehr: „Für Zahnpasten mit 1.000 ppm Fluorid ist der karieshemmende Effekt klar nachgewiesen, bei Zahnpasten mit 500 ppm ist dies nicht eindeutig.“ Auch mehr davon gleicht das nicht aus: „Die doppelte Menge der Zahnpasta mit 500 ppm hat nicht denselben Effekt.“
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a. 2021
Viele Kinderzahnpasten haben nach den Handlungsempfehlungen einen Fluoridgehalt von 500 ppm; Angaben wie „für die ersten zwei Jahre“ helfen beim Kauf nicht weiter. „Deshalb hilft beim Zahnpasta-Einkauf nur genaues Hinschauen auf Tube und Verpackung und die Angaben zu den Inhaltsstoffen.“
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a. 2021
Auch Druck hilft nicht, wenn dein Kind sich wehrt.
„Auf keinen Fall soll gegen den Widerstand des Kindes geputzt oder gar das Kind zum Putzen fixiert werden. Wenn das Baby das Zähneputzen einmal ganz verweigert, akzeptieren dies die Eltern und setzen das tägliche Zähneputzen das nächste Mal fort.“
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a. 2021
Was schadet
Bei Fluorid kommt es auf die Menge an.
Die bleibenden Zähne entwickeln sich in den ersten 8 Lebensjahren. „Wenn in dieser Zeit Fluorid regelmäßig in zu hohen Mengen aufgenommen wird, entsteht eine Zahnfluorose. Diese zeigt sich in Form von Flecken und Verfärbungen der bleibenden Zähne.“
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a. 2021
Kleine Kinder schlucken einen großen Teil der Zahnpasta: „Noch im Alter von 1,5 und 2,5 Jahren verschlucken Kinder 64 bis 84 % der Zahnpasta. Wenn die Zahnpasta gut schmeckt und attraktiv aussieht, wird das Verschlucken noch gefördert.“
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a. 2021
Die Handlungsempfehlungen raten deshalb zu geschmacks- und farbneutralen Zahnpasten und Zahngelen ohne Bonbonfarben und ohne süßen Geschmack: „Von der Verwendung stark aromatisierter oder gesüßter Produkte wird ausdrücklich abgeraten.“
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a. 2021
„Studien weisen darauf hin, dass Eltern in der Praxis oft deutlich mehr Zahnpasta als für Kleinkinder empfohlen verwenden.“
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a. 2021
Eine Cochrane-Übersicht von 2024 fand mit moderater Vertrauenswürdigkeit, dass Kinder, die vom ersten oder zweiten bis zum fünften oder sechsten Lebensjahr mit Zahnpasta mit 1.000 ppm Fluorid oder mehr putzten, wahrscheinlich häufiger eine Fluorose der bleibenden Zähne bekamen. Gefunden wurde vor allem eine leichte Fluorose; zur Rolle von Menge, Häufigkeit und Beginn des Putzens war die Evidenz wenig belastbar und nicht eindeutig.
Quellen: Cochrane Oral Health (Wong MCM, Zhang R, Luo BW, Glenny AM, Worthington HV, Lo ECM) 2024
Quellen
- Kariesprävention im Säuglings- und frühen Kindesalter: Handlungsempfehlungen des bundesweiten Netzwerks Gesund ins Leben · Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) mit DGZMK, DGKiZ, DGKJ u. a., 2021 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · DOI 10.1007/s00112-021-01167-z · abgerufen 2026-09-05
- Die Entwicklung der Zähne · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de, 2025 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-05
- So bleiben Kinderzähne gesund · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de, 2026 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-28
- Zähneputzen mit KAI – kinderleicht · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de, 2026 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-28
- Fluoride toothpastes of different concentrations for preventing dental caries (Cochrane Review) · Cochrane Oral Health (Walsh T, Worthington HV, Glenny AM, Marinho VC, Jeroncic A), 2019 · Systematischer Review · Stufe 2: systematischer Review · DOI 10.1002/14651858.CD007868.pub3 · abgerufen 2026-09-28
- Topical fluoride as a cause of dental fluorosis in children (Cochrane Review) · Cochrane Oral Health (Wong MCM, Zhang R, Luo BW, Glenny AM, Worthington HV, Lo ECM), 2024 · Systematischer Review · Stufe 2: systematischer Review · DOI 10.1002/14651858.CD007693.pub3 · abgerufen 2026-09-28
- Wie Zahnkaries entsteht · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de, 2024 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-28
- Hinweise für Notfallsituationen · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de, 2025 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-28
Versionshistorie
- v2 · 28. September 2026 · Redaktionell gelesen und freigegeben. (Redaktion)
- v1 · 28. September 2026 · Erstfassung (Redaktion)
Nächste planmäßige Prüfung: 28. September 2027. Du hältst eine Aussage für falsch? Der Link „Einspruch oder Ergänzung“ steht an jeder Aussage, und jede Entscheidung darüber ist unter Einsprüche öffentlich.
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