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Stand: 18.09.2026 · Version 2
Kein Ersatz für ärztliche Beratung. Im Notfall 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117.
Stillen & Flasche
Ab wann sollte mein Baby aus dem Becher trinken?
Ab etwa neun Monaten sollte dein Baby das Trinken aus Becher oder Tasse lernen; Wasser gehört ab dem dritten Beikostbrei ohnehin in den Becher, und zwischen dem zehnten und zwölften Monat kann auch die Milch daraus kommen. Einen Stichtag, an dem die Flasche weg muss, nennen die deutschen Empfehlungen nicht; entscheidend ist, dass die Flasche nicht zum Dauernuckeln oder zum Einschlafen dient.
Redaktionell geprüft, noch ohne Fachreview.
Diese Antwort hat eine KI aus freigegebenen Quellen zusammengestellt. Ein Mensch hat sie am 18. September 2026 gelesen und freigegeben und dabei jede Quelle einzeln geöffnet. Der Evidenzgrad ist eine redaktionelle Einschätzung, keine Messung. Fehler bleiben möglich. Wir beschreiben die Studienlage, nicht dein Kind. Den ganzen Prüfprozess beschreibt die Methodik.
Was nachweislich hilft
Diese Frage beantworten drei deutsche Empfehlungen übereinstimmend, und keine von ihnen nennt einen Tag, an dem die Flasche verschwinden muss. Sie nennen ein Alter, ab dem der Becher dazukommt, und ein Getränk, das von Anfang an in den Becher gehört.
Die Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben für das Kleinkindalter schreiben: „Daher ist es wichtig und sinnvoll, dass Kinder ab dem Alter von etwa 9 Monaten das Trinken aus einem Becher oder einer Tasse lernen.“ Das „Daher“ bezieht sich auf die Sätze davor über Dauernuckeln und die Flasche zum Einschlafen; sie stehen unter „Was schadet“.
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde 2022
Dieselbe Quelle schränkt das Gefäß ein: „Gläser sind anfangs weniger geeignet, da sie zerbrechen und das Kind verletzen können.“
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde 2022
Dazu passt, was die Handlungsempfehlungen für das Säuglingsalter zur Motorik sagen: Die meisten Kinder können sich „im Alter von etwa 9 bis 12 Monaten selbst füttern und einen Becher beim Trinken mit beiden Händen halten“. Und weiter: „Bei manchen Kindern entwickeln sich diese Fähigkeiten und Fertigkeiten auch früher, bei manchen erst später.“
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde 2024
Für Wasser gilt die Regel unabhängig vom Alter: „Wasser bzw. andere Getränke sollten aus Becher oder Tasse angeboten werden.“
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde 2024
Wasser wird nach denselben Handlungsempfehlungen mit der Einführung des dritten Beikostbreis zusätzlich zu Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrung angeboten.
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde 2024
Das erste Getränk neben der Milch kommt also gar nicht erst in die Flasche. Ab wann dein Baby Wasser bekommt und welches, steht in der Antwort dazu.
Für die Milch nennt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (vormals Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) ein Fenster: „Zwischen dem zehnten und zwölften Monat kann das Kind beginnen, an der Familienkost teilzunehmen und erhält die Milch nun auch zum Trinken im Becher.“
Quellen: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de 2025
Ähnlich die Handlungsempfehlungen für die Trinkmilch, die gegen Ende des ersten Jahres den Brei ersetzt: Wenn die Breimahlzeit durch eine Brotmahlzeit ersetzt wird, „kann dieselbe Menge Trinkmilch zum Trinken aus Becher oder Tasse gegeben werden“.
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde 2024
Im Kleinkindalter ist der Becher dann die Regel: „Kleinkinder sollten regelmäßig zu den Mahlzeiten und auch zwischendurch Wasser (oder andere ungesüßte/zuckerfreie Getränke) aus einer Tasse oder einem Becher trinken.“
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde 2022
Die Gewöhnung an das Trinken aus Becher oder Tasse ist nach denselben Handlungsempfehlungen für die Entwicklung eines gesunden Essverhaltens wünschenswert.
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde 2022
Wie viel Milch ein Kind zwischen eins und drei braucht und warum Kindermilch nicht nötig ist, steht in der Antwort dazu. Für den Becher selbst gibt es noch einen Hinweis, der vor dem neunten Monat spielt.
Wird ein Baby mit abgepumpter Muttermilch ernährt, kann es diese nach den Handlungsempfehlungen „aus der Flasche, aus dem Becher oder vom Löffel“ bekommen. Der Becher ist also auch bei kleinen Säuglingen eine vorgesehene Möglichkeit, nicht erst ein Ersatz für die Flasche.
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde 2024
Für dich heißt das in der Reihenfolge der Quellen: Ab dem dritten Brei bekommt dein Baby Wasser aus dem Becher, du hältst ihn. Ab etwa neun Monaten übt es, den Becher selbst zu halten und daraus zu trinken. Zwischen dem zehnten und zwölften Monat kann auch die Milch aus dem Becher kommen. Danach ist der Becher der Normalfall.
Was nicht hilft
Zu einigen Fragen, die Eltern hier stellen, haben wir in den deutschen Empfehlungen nichts gefunden, und wir füllen die Lücke nicht.
Erstens: Welcher Becher. Ob ein offener Becher, eine Schnabeltasse, ein Trinklernbecher mit Ventil oder ein Becher mit Strohhalm besser ist, sagt keine der drei Quellen. Sie sprechen von „Becher oder Tasse“ und schließen nur Gläser am Anfang aus (a2). Die einzige Warnung, die wir gefunden haben, betrifft Flaschen mit Ziehverschluss und Quetschbeutel, und sie steht unter „Was schadet“.
Zweitens: Wie du den Übergang gestaltest, ob über Tage oder Wochen, zuerst tagsüber oder zuerst abends. Dazu gibt es in den Empfehlungen keine Anleitung, und ein systematisches Review zum Wechsel von der Flasche zum Becher bei gesunden Säuglingen haben wir bei der Recherche nicht gefunden.
Drittens: Ein festes Datum. Die Quellen sagen „ab etwa 9 Monaten“ und „zwischen dem zehnten und zwölften Monat“, aber nirgends „mit einem Jahr muss die Flasche weg“. Wer dir das sagt, sagt mehr, als die Empfehlungen hergeben. Was die Empfehlungen sagen, ist etwas anderes, und das steht im nächsten Abschnitt.
Was schadet
Nicht die Flasche schadet, sondern eine bestimmte Art, sie zu benutzen.
Die Handlungsempfehlungen für das Säuglingsalter: „Dauernuckeln und die ‚Flasche zum Einschlafen‘ sollen unbedingt vermieden werden, da ein hohes Risiko für Zahnschäden besteht.“
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde 2024
Im Hintergrund erklären sie: Ein ständiges Umspülen der Zähne mit zuckerhaltigen Getränken, einschließlich Muttermilch und Säuglingsmilchnahrung, erhöht das Risiko für Zahnkaries, besonders an den Frontzähnen; vom Dauergebrauch der Flasche, der Flasche zum Einschlafen und von zuckerhaltigen Getränken wird deshalb dringend abgeraten.
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde 2024
Die Handlungsempfehlungen für das Kleinkindalter werden konkreter, welche Gefäße gemeint sind: „Vor allem das Dauernuckeln von zucker- oder säurehaltigen Getränken, Fruchtpürees oder Milchgetränken (z. B. aus Babyflaschen, Flaschen mit Ziehverschluss oder aus Quetschbeuteln) und die Flasche ‚zum Einschlafen‘ gefährden die Zähne.“ Erhalten Kinder zuckerhaltige Getränke häufig aus der Baby- oder Trinkflasche, nuckeln sie länger daran oder wird ihnen die Flasche zum Nuckeln überlassen, können extreme kariöse Zahnschäden entstehen.
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde 2022
Dieselbe Quelle nennt einen zweiten Grund, der nichts mit Zähnen zu tun hat: „Die Babyflasche als Einschlafhilfe und zur Beruhigung kann zudem die Entwicklung der kindlichen Selbstregulationsfähigkeiten stören.“
Quellen: Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde 2022
Das ist der Grund, mit dem die Handlungsempfehlungen die neun Monate begründen: Aus einem Becher nuckelt niemand dauernd, und mit einem Becher schläft niemand ein. Eine Flasche, die zur Mahlzeit gegeben und danach weggeräumt wird, ist in keiner der Quellen das Problem; der Becher ist der einfachere Weg, das Nuckeln gar nicht erst zur Gewohnheit werden zu lassen.
Ob nächtliches Stillen an der Brust die Zähne gefährdet, ist eine eigene Frage mit einer eigenen, zweigeteilten Antwort; sie steht in der Antwort dazu, ob dein Baby Karies bekommt, wenn du es nachts stillst. Was der Schnuller mit dem Saugbedürfnis zu tun hat, steht in der Antwort zum Schnuller.
Quellen
- Ernährung und Bewegung im Kleinkindalter: Aktualisierte Handlungsempfehlungen des bundesweiten Netzwerks Gesund ins Leben (Sonderdruck Juni 2022, Bestell-Nr. 3418) · Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde, 2022 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · DOI 10.1007/s00112-022-01519-3 · abgerufen 2026-09-08
- Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen 2024: Teilaktualisierte Handlungsempfehlungen des bundesweiten Netzwerks Gesund ins Leben · Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde, 2024 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · DOI 10.1007/s00112-024-02014-7 · abgerufen 2026-09-05
- Empfehlungen zur Säuglingsernährung · Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de, 2025 · Amtliche Empfehlung · Stufe 1: amtlich / Leitlinie · abgerufen 2026-09-05
Versionshistorie
- v2 · 18. September 2026 · Redaktionell gelesen und freigegeben. (Redaktion)
- v1 · 15. September 2026 · Erstfassung (Redaktion)
Nächste planmäßige Prüfung: 18. September 2027. Du hältst eine Aussage für falsch? Der Link „Einspruch oder Ergänzung“ steht an jeder Aussage, und jede Entscheidung darüber ist unter Einsprüche öffentlich.
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