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  "slug": "wann-und-womit-soll-ich-fieber-bei-meinem-baby-senken",
  "frage": "Wann und womit soll ich Fieber bei meinem Baby senken?",
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  "cluster": "fieber",
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  "phase": "baby",
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  "evidenz": "moderat",
  "kurzantwort": "Senke das Fieber nicht wegen der Zahl auf dem Thermometer, sondern nur dann, wenn dein Kind sichtlich darunter leidet; geeignet sind dann Paracetamol oder, ab einem Alter von drei Monaten, Ibuprofen. Belegt ist damit die Linderung von Beschwerden, nicht ein besserer Krankheitsverlauf, und unter drei Monaten gehört jedes Fieber zuerst in die Praxis.",
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  "geprueft_am": "2026-09-10",
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  "naechste_pruefung": "2027-09-10",
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      "datum": "2026-09-05",
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      "datum": "2026-09-08",
      "grund": "Konsistenzlauf nach der Ausweitung auf 0 bis 3 Jahre: rotes Ampelzeichen der S3-Leitlinie (unter drei Monaten und unter 36,5 Grad Celsius) als eigener Block und in der Liste ergänzt, das „oft“ der Unter-3-Monats-Regel wortgetreu nachgetragen",
      "ausloeser": "redaktion"
    },
    {
      "version": 3,
      "datum": "2026-09-10",
      "grund": "Redaktionell gelesen und freigegeben.",
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  "aussagen": [
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        "dgkj-fiebermanagement-2025"
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      "text": "Fieber bei einer Infektion ist normalerweise selbstlimitierend. Bei zuvor gesunden fiebernden Kindern gibt es keine Indikation, das Fieber wegen der Höhe der Temperatur zu senken."
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        "dgkj-fiebermanagement-2025"
      ],
      "text": "Fiebersenkende Medikamente sollen nicht mit dem alleinigen Ziel eingesetzt werden, die Körpertemperatur zu senken, sondern nur zur Schmerzlinderung und zur Verbesserung des Befindens. Ibuprofen ab einem Alter von drei Monaten oder Paracetamol können bei stark beeinträchtigten Kindern angewendet werden und sollen nur so lange gegeben werden, wie die Beeinträchtigung anhält."
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        "dgkj-fiebermanagement-2025",
        "rki-faq-meningokokken-2026"
      ],
      "text": "Von dieser Regel gibt es eine Ausnahme rund um eine Impfung: Die S3-Leitlinie Fiebermanagement rät allgemein von einer vorbeugenden Gabe fiebersenkender Medikamente bei Impfungen ab, verweist dafür in einer Fußnote aber auf die aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission. Diese empfiehlt bei der Meningokokken-B-Impfung für Kinder unter zwei Jahren wegen der erhöhten Reaktogenität des Impfstoffs ausdrücklich eine vorbeugende Paracetamol-Gabe."
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      "text": "Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit rät, nur in Ausnahmefällen und möglichst erst ab einer Körpertemperatur von mehr als 39,0 Grad Celsius mit fiebersenkenden Maßnahmen zu beginnen."
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      ],
      "text": "Paracetamol und Ibuprofen lindern Schmerzen vergleichbar gut und haben ein vergleichbares Sicherheitsprofil. Die reine Temperatursenkung fällt unter Ibuprofen etwas stärker aus als unter Paracetamol."
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      "text": "Für das häusliche Fiebermanagement sollten Bezugspersonen dem Kind regelmäßig Flüssigkeit anbieten und ihm bei Appetit leichte Kost anbieten. Dass das Kind isst, ist zunächst nicht wichtig."
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      "text": "Bezugspersonen sollten dem Kind ungestörten Schlaf ermöglichen. Ruhig schlafende Kinder mit Fieber sollten nicht für Messungen oder Maßnahmen geweckt werden, brauchen jedoch die wahrnehmbare Nähe einer Bezugsperson."
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      "text": "Wenn das fiebernde Kind warme Hände und Füße hat, die Wärme also nicht zentralisiert ist, aber unter dem Fieber leidet, können Bezugspersonen bei Unwohlsein Wadenwickel anwenden. Wadenwickel sollten körperwarm sein, um eine Gegenregulation zu vermeiden."
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      "text": "Kalte Extremitäten und Kreislaufinstabilität gelten als Gegenanzeigen für Wadenwickel. Dieser Satz steht nicht im Konsens-Statement der Leitlinie, sondern in ihrem Fließtext und stützt sich dort auf eine einzelne Übersichtsarbeit (Scoping Review) von 2022."
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        "dgkj-fiebermanagement-2025"
      ],
      "text": "Fiebersenkende Medikamente verhindern Fieberkrämpfe nicht und sollen nicht speziell für diesen Zweck eingesetzt werden. Die zugrunde liegende Cochrane-Übersicht von 30 randomisierten Studien mit 4.256 Kindern enthielt zu Ibuprofen gegen Placebo nur eine Studie von 1998; dort lag das relative Risiko eines erneuten Fieberkrampfs nach sechs, zwölf und vierundzwanzig Monaten bei 1,11, 0,95 und 0,84, jeweils ohne bedeutsamen Unterschied zu Placebo."
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        "dgkj-fiebermanagement-2025"
      ],
      "text": "Eine zweite Metaanalyse fand in einer Studie einen kleinen Effekt innerhalb derselben Fieberepisode: 9,1 von 100 Kindern mit Paracetamol gegen 23,5 von 100 Kindern ohne bekamen erneut einen Fieberkrampf (Odds Ratio 0,33; 0,19 bis 0,57). Für spätere, entfernte Fieberepisoden fand sie in vier weiteren Studien keinen Hinweis auf eine Wirksamkeit (Odds Ratio 0,92; 0,57 bis 1,48)."
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      "text": "Ob ein Kind auf ein Fiebermittel anspricht, sagt nichts über die Schwere oder die Ursache der Infektion aus. Der Rückgang oder das Ausbleiben eines Rückgangs der Temperatur eignet sich nicht, um eine virale von einer bakteriellen Infektion zu unterscheiden."
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      "text": "Kinder mit Fieber sollten nicht entkleidet oder kalten Umgebungstemperaturen ausgesetzt werden. Das Hauptaugenmerk sollte auf dem Wohlbefinden des Kindes liegen."
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      "text": "Eine alternierende Gabe von Ibuprofen und Paracetamol oder ein Wechsel des Wirkstoffs kann nach ärztlicher Konsultation erwogen werden, wenn das Kind weiterhin beeinträchtigt ist, bevor die nächste Dosis desselben Wirkstoffs möglich und eine korrekte Gabe sichergestellt ist."
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      "text": "Acetylsalicylsäure, bekannt unter dem Handelsnamen Aspirin, darf bei fiebernden Kindern nicht angewendet werden."
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        "dgkj-fiebermanagement-2025"
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      "text": "Die S3-Leitlinie spricht dazu keine eigene Empfehlung aus. In ihrem Fließtext hält sie fest, dass die Gefahr eines Reye-Syndroms bei Kindern unter zwölf Jahren nicht mehr als wissenschaftlich gesichert gelten kann, aber auch nicht als sicher ausgeschlossen; sie stützt sich dabei auf zwei nicht-systematische Übersichtsarbeiten von 2007 und nennt die Diskrepanz ausdrücklich ungeklärt."
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        "dgkj-fiebermanagement-2025"
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      "text": "Ibuprofen kann bei Kindern mit verringerter Nierendurchblutung, etwa bei Austrocknung durch Fieber, Durchfall oder Erbrechen, auch bei korrekter Dosierung ein akutes Nierenversagen auslösen. Die kurzfristige Gabe von Ibuprofen bei Säuglingen über drei Monaten mit einem Körpergewicht von 5 bis 6 Kilogramm gilt nur bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr als sicher."
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        "dgkj-fiebermanagement-2025"
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      "text": "Ein Überschreiten der Maximaldosis von Paracetamol kann zu einem lebensbedrohlichen Leberversagen führen."
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      "text": "In einer Metaanalyse mit 27.932 Kindern unter zwei Jahren lag die Rate schwerer unerwünschter Ereignisse bei 1,4 von 100 Kindern für Ibuprofen und bei 1,3 von 100 Kindern für Paracetamol. Der Unterschied war nicht bedeutsam (Odds Ratio 1,08; 0,87 bis 1,33). Die Leitlinie merkt selbst an, dass aus der Metaanalyse nicht hervorgeht, ob die Ereignisse systematisch abgefragt, untersucht oder nur zufällig berichtet wurden."
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      "text": "Als Warnzeichen bei Fieber nennt die S3-Leitlinie Fiebermanagement insbesondere Bewusstseinsstörungen, Berührungsempfindlichkeit, starke Schmerzen, schrilles Schreien, Hauteinblutungen (ein nicht wegdrückbarer Hautausschlag), Austrocknung, sehr schnelles Atmen, eine Rekapillarisierungszeit über drei Sekunden, sehr blasse, graue oder blaue Haut, ein schwer krank wirkendes Kind sowie eine Fieberdauer von mehr als drei Tagen."
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      "text": "Kinder unter drei Monaten mit einer rektalen Temperatur (im Po gemessen) ab 38,0 Grad Celsius sollen ärztlich sorgfältig auf eine schwere bakterielle Infektion untersucht werden. Fieber kann in dieser Altersgruppe oft fehlen, obwohl eine schwere bakterielle Infektion besteht; entscheidend ist immer der klinische Befund."
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      "text": "Im Ampelsystem derselben Leitlinie steht ein Kind unter drei Monaten im roten Bereich mit hohem Risiko, wenn die Körperkerntemperatur bei 38 Grad Celsius oder darüber liegt oder unter 36,5 Grad Celsius. Bei Rot ist eine ärztliche Begutachtung dringend geboten."
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        "dgkj-elternleitlinie-fieber-2025",
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      ],
      "text": "Die Elternleitlinie verweist für den Notfall auf den Rettungsdienst unter 112 oder die nächste Kinderklinik und nennt als Warnzeichen unter anderem Bewusstseinsstörungen, Hauteinblutungen sowie sehr schnelles Atmen und Luftnot. Bei einem Krampfanfall soll möglichst rasch, noch während des Anfalls, über den Notruf ärztliche Hilfe verständigt werden; im Zweifelsfall gilt immer 112."
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  "quellen": [
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      "id": "dgkj-fiebermanagement-2025",
      "name": "S3-Leitlinie Fiebermanagement bei Kindern und Jugendlichen (AWMF 027-074), Langfassung",
      "herausgeber": "DGKJ / AWMF",
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    {
      "id": "rki-faq-meningokokken-2026",
      "name": "Schutzimpfung gegen Meningokokken: Häufig gestellte Fragen und Antworten",
      "herausgeber": "RKI",
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      "url": "https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Impfen/Meningokokken/FAQ-Liste_gesamt.html",
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    {
      "id": "bzga-fieber-kinder-2026",
      "name": "Fieber bei Babys und Kindern",
      "herausgeber": "Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de",
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    {
      "id": "dgkj-elternleitlinie-fieber-2025",
      "name": "Elternleitlinie zum Umgang mit Fieber bei Kindern und Jugendlichen (AWMF 027-074)",
      "herausgeber": "DGKJ / AWMF",
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      "url": "https://register.awmf.org/assets/guidelines/027-074p1_S3_Fiebermanagement-Kinder-Jugendliche_2025-07.pdf",
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      "jahr": 2025,
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  "nutzungsbedingungen": "https://eltern-wiki.de/api-doku",
  "hinweis": "Kein Ersatz für ärztliche Beratung. Im Notfall 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117."
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