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  "id": "ant-0102",
  "slug": "schadet-es-meinem-kind-wenn-ich-in-seiner-gegenwart-aufs-handy-schaue",
  "frage": "Schadet es meinem Kind, wenn ich in seiner Gegenwart aufs Handy schaue?",
  "typ": "normal",
  "cluster": "eltern",
  "alter": "0-36m",
  "phase": "kleinkind",
  "sprache": "de",
  "evidenz": "schwach",
  "kurzantwort": "Häufige Handynutzung der Eltern in Gegenwart ihres Kindes ist in Studien mit kleinen Nachteilen bei Verhalten, Bindung und Lernen verbunden, und die deutsche Leitlinie empfiehlt, in Gegenwart jüngerer Familienmitglieder auf Bildschirmmedien zu verzichten. Die Daten stammen überwiegend aus Beobachtungsstudien, und nach einer Übersicht hielt die Belastung der Kinder offenbar nicht über die Zeit der Nutzung hinaus an.",
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  "geprueft_am": "2026-09-28",
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  "naechste_pruefung": "2027-09-28",
  "changelog": [
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      "datum": "2026-09-28",
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    },
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      "version": 2,
      "datum": "2026-09-28",
      "grund": "Redaktionell gelesen und freigegeben.",
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  "aussagen": [
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        "toledo-vargas-technoference-2025",
        "mikic-smartphone-2022"
      ],
      "text": "Ab welcher Häufigkeit oder Dauer die Handynutzung der Eltern ins Gewicht fällt, ist nicht geklärt. Die Autorinnen und Autoren der Meta-Analyse von 2025 fordern Studien dazu, wie viel Nutzung zu viel ist, und die deutschsprachige Übersicht von 2022 fordert Forschung dazu, welches Ausmaß und welche Muster der Nutzung zu anhaltenden Nachteilen führen."
    },
    {
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        "awmf-bildschirmmedien-2026"
      ],
      "text": "Die deutsche S2k-Leitlinie zur Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs empfiehlt, Eltern und Geschwister zu informieren und zu unterstützen, „in Gegenwart von jüngeren Familienmitgliedern auf die Nutzung Bildschirmmedien zu verzichten“. Diese Empfehlung Nr. 53 trägt die Konsensstärke „Konsens“, also die Zustimmung von mehr als 75 bis 95 Prozent der Stimmberechtigten."
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      "evidenz": "moderat",
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        "awmf-bildschirmmedien-2026"
      ],
      "text": "Mit der Konsensstärke „Starker Konsens“, also mehr als 95 Prozent Zustimmung, empfiehlt dieselbe Leitlinie in Nr. 51, Eltern und Geschwister zu unterstützen, „regelmäßig ihr eigenes Nutzungsverhalten zu reflektieren und ggf. anzupassen“."
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        "awmf-bildschirmmedien-2026"
      ],
      "text": "Für Situationen, in denen sich die Nutzung in der Freizeit nicht vermeiden lässt, etwa aus beruflichen Gründen, empfiehlt dieselbe Leitlinie in Nr. 54, vorher für andere Beschäftigungsmöglichkeiten zu sorgen: „Den Kindern soll die Notwendigkeit der Nutzung von Bildschirmmedien erklärt werden.“"
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        "aap-digitale-oekosysteme-2026"
      ],
      "text": "Die Amerikanische Akademie für Kinderheilkunde empfiehlt in ihrer Grundsatzerklärung von 2026, bildschirmfreie Zeiten für die ganze Familie zu schaffen und handyfreie Zonen einzurichten: bei den Mahlzeiten, im Schlafzimmer, in der Stunde vor dem Schlafengehen und bei den Hausaufgaben."
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    {
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        "aap-digitale-oekosysteme-2026"
      ],
      "text": "Dieselbe Erklärung berichtet, dass fast die Hälfte aller Eltern und Bezugspersonen von erheblichem Stress in ihrem Leben berichtet und dass dieser Stress mit mehr Nutzung mobiler Geräte verbunden ist."
    },
    {
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      "evidenz": "schwach",
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        "toledo-vargas-technoference-2025"
      ],
      "text": "Eine Meta-Analyse von 2025 fasste 21 Studien mit 14.900 Teilnehmenden aus 10 Ländern zusammen, zu Kindern von der Geburt bis knapp fünf Jahre. Häufigere Techniknutzung der Eltern in Gegenwart des Kindes war mit schwächeren Denkleistungen verbunden (Korrelation −0,14), mit mehr nach innen gerichteten Problemen wie Ängstlichkeit (0,13), mit mehr nach außen gerichteten Verhaltensproblemen (0,15) und mit weniger sozialem Verhalten (−0,08)."
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        "toledo-vargas-technoference-2025"
      ],
      "text": "In derselben Meta-Analyse war häufigere Techniknutzung der Eltern außerdem mit einer weniger sicheren Bindung verbunden (−0,10) und mit mehr Bildschirmzeit des Kindes selbst (0,23)."
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    {
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        "toledo-vargas-technoference-2025"
      ],
      "text": "Die Autorinnen und Autoren derselben Meta-Analyse stufen die Effekte als sehr klein bis klein ein. Die eingeschlossenen Studien waren überwiegend Querschnittsstudien, die Messung der elterlichen Nutzung war meist nicht geprüft, und die Arbeit enthält nur Korrelationen, was nach ihren Worten Aussagen über Ursache und Richtung weiter einschränkt."
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    {
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        "mikic-smartphone-2022"
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      "text": "Eine deutschsprachige systematische Übersicht über 22 Arbeiten zu Kindern bis drei Jahre kommt zu dem Ergebnis, dass Eltern weniger feinfühlig und weniger ansprechbar auf ihr Kind reagieren, während sie ein Smartphone oder ein anderes tragbares Gerät nutzen."
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    {
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        "mikic-smartphone-2022"
      ],
      "text": "Dieselbe Übersicht berichtet von negativen Effekten auf Gefühlslage und körperliche Regulation der Kinder während der Nutzung durch die Eltern, die nach ihrer Zusammenfassung offenbar nicht über die Nutzungszeit hinaus anhalten."
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        "mikic-smartphone-2022"
      ],
      "text": "Ob die alltägliche Handynutzung der Eltern die Eltern-Kind-Beziehung beeinträchtigt, ist nach derselben Übersicht offen, weil die Ergebnisse nicht einheitlich sind. Mit Beeinträchtigungen beim Lernen des Kindes scheint sie nach ihrer Zusammenfassung einherzugehen."
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        "toledo-vargas-technoference-2025"
      ],
      "text": "In Experimenten, in denen ein Handy das gemeinsame Spiel unterbrach, suchten die Kinder in zwei Studien häufiger die Aufmerksamkeit der Eltern, und in drei von vier Studien, die das erfassten, zeigten sie mehr negative Gefühle. In drei Studien zeigten sie weniger positive Gefühle, und in einem weiteren Experiment verstanden Kleinkinder mehr, wenn das Erklären nicht unterbrochen wurde. Andere Studien fanden keinen deutlichen Zusammenhang mit dem Verhalten von Säuglingen, dem Lernen durch Nachahmen, dem Sprechen oder positiven Gefühlen."
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        "toledo-vargas-technoference-2025"
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      "text": "Zu Bewegungsentwicklung und körperlicher Aktivität fand dieselbe Meta-Analyse keine Studie; für Schlaf stellt sie fest, dass Forschung fehlt."
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        "mcdaniel-technoference-2018"
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      "text": "Eine Studie mit 183 Elternpaaren von Kindern bis fünf Jahre, die über sechs Monate viermal befragt wurden, fand Zusammenhänge in beide Richtungen: Mehr nach außen gerichtetes Verhalten des Kindes ging über mehr Erziehungsstress mehr Unterbrechungen durch Technik voraus, und mehr Unterbrechungen durch Technik gingen häufig mehr nach außen gerichtetem Verhalten voraus."
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        "aap-digitale-oekosysteme-2026"
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      "text": "Die Amerikanische Akademie für Kinderheilkunde fasst zusammen, dass häufige Unterbrechungen der Interaktion zwischen Bezugsperson und Kind durch digitale Medien mit Verhaltensschwierigkeiten des Kindes verbunden sein können."
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        "aap-digitale-oekosysteme-2026"
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      "text": "Dieselbe Erklärung hält fest, dass die Forschung zu Kindern und digitalen Medien überwiegend auf Beobachtungen beruht, weil randomisierte Studien ethisch und praktisch nicht durchführbar sind, und dass die gefundenen Zusammenhänge deshalb Aussagen über Ursachen nur begrenzt erlauben."
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        "toledo-vargas-technoference-2025"
      ],
      "text": "Die Autorinnen und Autoren der Meta-Analyse von 2025 betonen, dass ihre Ergebnisse nicht bedeuten, dass technische Geräte an sich schädlich sind. Zugleich schreiben sie, dass es helfen kann, die Nutzung in Gegenwart von Kindern zu begrenzen, um mögliche Nachteile abzumildern, und dass ihre Ergebnisse, obwohl nur Korrelationen, zumindest darauf hindeuten, dass diese Nutzung ein Einflussfaktor für Gesundheit und Entwicklung von Kindern sein kann."
    },
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      "evidenz": "moderat",
      "quellen": [
        "awmf-bildschirmmedien-2026"
      ],
      "text": "Für Eltern und Geschwister, die das Internet übermäßig nutzen, empfiehlt die deutsche Leitlinie in Nr. 55 mit der Konsensstärke „Konsens“, einen anerkannten medienbezogenen Selbsttest zu machen und sich gegebenenfalls professionelle Hilfe zu suchen."
    }
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  "quellen": [
    {
      "id": "toledo-vargas-technoference-2025",
      "name": "Parental Technology Use in a Child's Presence and Health and Development in the Early Years: A Systematic Review and Meta-Analysis",
      "herausgeber": "JAMA Pediatrics",
      "stufe": 2,
      "typ": "review",
      "url": "https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12053794/",
      "doi": "10.1001/jamapediatrics.2025.0682",
      "jahr": 2025,
      "abgerufen_am": "2026-09-28",
      "awmf": null
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    {
      "id": "mikic-smartphone-2022",
      "name": "Smartphone Use in the Presence of Infants and Young Children: A Systematic Review",
      "herausgeber": "Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie",
      "stufe": 2,
      "typ": "review",
      "url": "https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35673787/",
      "doi": "10.13109/prkk.2022.71.4.305",
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      "abgerufen_am": "2026-09-28",
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      "id": "awmf-bildschirmmedien-2026",
      "name": "S2k-Leitlinie zur Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs in Kindheit und Jugend (AWMF 027-075), Version 1.4",
      "herausgeber": "DGKJ / AWMF",
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      "jahr": 2026,
      "abgerufen_am": "2026-09-28",
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      "id": "aap-digitale-oekosysteme-2026",
      "name": "Digital Ecosystems, Children, and Adolescents: Policy Statement",
      "herausgeber": "American Academy of Pediatrics",
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      "typ": "empfehlung",
      "url": "https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC13122503/",
      "doi": "10.1542/peds.2025-075320",
      "jahr": 2026,
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    },
    {
      "id": "mcdaniel-technoference-2018",
      "name": "Technoference: longitudinal associations between parent technology use, parenting stress, and child behavior problems",
      "herausgeber": "Pediatric Research",
      "stufe": 3,
      "typ": "kohorte",
      "url": "https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29895837/",
      "doi": "10.1038/s41390-018-0052-6",
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      "abgerufen_am": "2026-09-28",
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  "nutzungsbedingungen": "https://eltern-wiki.de/api-doku",
  "hinweis": "Kein Ersatz für ärztliche Beratung. Im Notfall 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117."
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