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  "id": "ant-0036",
  "slug": "ist-ein-schnuller-gut-oder-schlecht-fuer-mein-baby",
  "frage": "Ist ein Schnuller gut oder schlecht für mein Baby?",
  "typ": "mythos",
  "cluster": "motorik",
  "alter": "0-36m",
  "phase": "baby",
  "sprache": "de",
  "evidenz": "moderat",
  "kurzantwort": "Ein Schnuller zum Einschlafen ist mit einem niedrigeren Risiko für den plötzlichen Säuglingstod verbunden, und dass er bei gesunden reifgeborenen Kindern das Stillen verkürzt, ließ sich in randomisierten Studien nicht zeigen. Der Schutz stammt aus Fall-Kontroll-Studien und ist damit kein Beweis, und für die Zeit nach dem ersten Geburtstag kippt die Abwägung: Langer Gebrauch begünstigt Zahnfehlstellungen.",
  "url": "https://eltern-wiki.de/antworten/ist-ein-schnuller-gut-oder-schlecht-fuer-mein-baby",
  "json": "https://eltern-wiki.de/antworten/ist-ein-schnuller-gut-oder-schlecht-fuer-mein-baby.json",
  "geprueft_am": "2026-09-10",
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  "naechste_pruefung": "2027-09-10",
  "changelog": [
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      "datum": "2026-09-05",
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      "ausloeser": "redaktion"
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    {
      "version": 2,
      "datum": "2026-09-08",
      "grund": "Konsistenzentscheidung Freigabe-Sitzung Punkt 4l: Cluster von Eltern nach Motorik & Entwicklung verschoben (Antwort handelt vom Kind, nicht vom Elternsein)",
      "ausloeser": "redaktion"
    },
    {
      "version": 3,
      "datum": "2026-09-08",
      "grund": "Freigabe-Anhang A Punkt 9a: phase von Hand auf baby gesetzt, weil die Frage „mein Baby“ sagt, bewusste Abweichung von der Rechenregel",
      "ausloeser": "redaktion"
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    {
      "version": 4,
      "datum": "2026-09-10",
      "grund": "Redaktionell gelesen und freigegeben.",
      "ausloeser": "redaktion"
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  "pruefung_faellig": null,
  "aussagen": [
    {
      "id": "a1",
      "evidenz": "moderat",
      "quellen": [
        "hauck-schnuller-sids-2005"
      ],
      "text": "Eine Meta-Analyse von 2005 fasste sieben Fall-Kontroll-Studien zum Zusammenhang von Schnullergebrauch und plötzlichem Säuglingstod zusammen. Prospektive Beobachtungsstudien fand sie keine; deshalb beruht der gesamte Befund auf Fall-Kontroll-Studien."
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    {
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        "hauck-schnuller-sids-2005"
      ],
      "text": "Für den üblichen Schnullergebrauch ergab sich aus den mehrfach adjustierten Werten ein zusammengefasstes Chancenverhältnis von 0,71 (95-Prozent-Vertrauensbereich 0,59 bis 0,85), aus den nicht adjustierten Werten 0,90 (0,79 bis 1,03)."
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    {
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      "quellen": [
        "awmf-sids-praevention-2022"
      ],
      "text": "Die deutsche S1-Leitlinie zur Prävention des plötzlichen Säuglingstods liest den adjustierten Wert als eine Risikoreduktion um 30 Prozent: Die frühe Einführung eines Schnullers ist nach ihrer Darstellung „bei regelmäßigem Gebrauch mit einer 30-prozentigen Risikoreduktion assoziiert“."
    },
    {
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        "hauck-schnuller-sids-2005"
      ],
      "text": "Deutlicher war der Zusammenhang für den Schnuller beim letzten Schlaf: 0,47 (0,40 bis 0,55) aus den nicht adjustierten und 0,39 (0,31 bis 0,50) aus den mehrfach adjustierten Werten."
    },
    {
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      "quellen": [
        "hauck-schnuller-sids-2005"
      ],
      "text": "Dieselbe Arbeit rechnet ihren Befund in eine Größenordnung um: Rechnerisch ließe sich ein Todesfall verhindern, wenn 2.733 Säuglinge (95-Prozent-Vertrauensbereich 2.416 bis 3.334) zum Schlafen einen Schnuller bekommen. Grundlage sind die damalige Rate in den Vereinigten Staaten und der adjustierte Wert für den letzten Schlaf."
    },
    {
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        "hauck-schnuller-sids-2005"
      ],
      "text": "Die Autoren vergaben dafür den Empfehlungsgrad B der amerikanischen Präventionskommission."
    },
    {
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        "hauck-schnuller-sids-2005"
      ],
      "text": "Sie empfahlen den Schnuller für Kinder bis zu einem Jahr, weil dieser Zeitraum die Altersgipfel des Risikos und die Zeit des größten Saugbedürfnisses umfasst."
    },
    {
      "id": "a8",
      "evidenz": "schwach",
      "quellen": [
        "vennemann-gesid-2005",
        "awmf-sids-praevention-2022"
      ],
      "text": "Für Deutschland liegt eine bevölkerungsbezogene Fall-Kontroll-Studie mit 333 Todesfällen vor. Nach ihrer Zusammenfassung senkte ein Schnuller während des letzten Schlafs das Risiko, das adjustierte Chancenverhältnis lag bei 0,39. Die deutsche S1-Leitlinie liest diesen Wert als ein um 60 Prozent verringertes Risiko und gibt dazu einen Vertrauensbereich von 0,31 bis 0,50 an; die Zusammenfassung der Studie selbst nennt keinen Vertrauensbereich."
    },
    {
      "id": "a9",
      "evidenz": "moderat",
      "quellen": [
        "hauck-schnuller-sids-2005",
        "awmf-sids-praevention-2022"
      ],
      "text": "Die Spanne 0,31 bis 0,50 ist der zusammengefasste adjustierte Wert der Meta-Analyse für den letzten Schlaf, also die Zahl, die die Leitlinie einen Satz zuvor als eigene Fußnote zitiert; die beiden Punktschätzer fallen zufällig beide auf 0,39. Hinzu kommt, dass die Leitlinie die 60 Prozent auf „Schnullergebrauch“ allgemein bezieht, während der Wert in beiden Primärquellen den letzten Schlaf betrifft."
    },
    {
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      "quellen": [
        "awmf-sids-praevention-2022"
      ],
      "text": "Die S1-Leitlinie führt unter den Empfehlungen, die als gesichert gelten, das Angebot eines Schnullers zum Schlafengehen auf, und zwar ausdrücklich ohne Zwang, „d. h. z. B. keine Re-Platzierung des Schnullers beim schlafenden Kind“. In der Abwägung von Nutzen und möglichen Nebenwirkungen sieht sie einen eindeutigen Vorteil, ohne dass der Stillerfolg gefährdet wäre."
    },
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        "bzga-schnuller-sids-2026"
      ],
      "text": "Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (vormals Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) ergänzt zwei praktische Punkte: Wenn du den Schnuller zum Einschlafen gibst, dann bei jedem Einschlafen, auch beim Mittagsschlaf. Fällt er während des Schlafens heraus, soll er nicht zurückgeschoben werden."
    },
    {
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      "quellen": [
        "bzga-schnuller-sids-2026"
      ],
      "text": "Dasselbe Institut zieht die Grenze in die andere Richtung ausdrücklich: Die bisherige Studienlage lässt nicht den Rückschluss zu, dass das Risiko für den plötzlichen Kindstod erhöht ist, wenn ein Kind keinen Schnuller gebraucht. Ein Kind, das den Schnuller verweigert, soll nicht dazu gezwungen werden."
    },
    {
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        "jaafar-schnuller-stillen-2016"
      ],
      "text": "Eine Cochrane-Übersicht wertete randomisierte und quasi-randomisierte Studien zu eingeschränktem gegenüber uneingeschränktem Schnullergebrauch bei gesunden reifgeborenen Kindern aus, deren Mütter das Stillen begonnen hatten. Von drei gefundenen Studien gingen zwei mit zusammen 1.302 Kindern in die Auswertung ein."
    },
    {
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      "quellen": [
        "jaafar-schnuller-stillen-2016"
      ],
      "text": "Der Anteil ausschließlich gestillter Kinder unterschied sich nach drei Monaten nicht (relatives Risiko 1,01; 95-Prozent-Vertrauensbereich 0,96 bis 1,07; zwei Studien, 1.228 Kinder). Nach vier Monaten war es ebenso (1,01; 0,94 bis 1,09), dieser Wert stammt aber aus nur einer Studie mit 970 Kindern, und nur ihm gibt die Übersicht in ihrer Zusammenfassung das Qualitätsurteil „moderate Evidenz“."
    },
    {
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      "evidenz": "moderat",
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        "jaafar-schnuller-stillen-2016"
      ],
      "text": "Auch beim teilweisen Stillen zeigte sich kein Unterschied: nach drei Monaten 1,00 (0,98 bis 1,02; zwei Studien, 1.228 Kinder), nach vier Monaten 0,99 (0,97 bis 1,02; eine Studie, 970 Kinder)."
    },
    {
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      "evidenz": "moderat",
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        "jaafar-schnuller-stillen-2016"
      ],
      "text": "Dieselbe Übersicht sagt, was sie nicht beantworten kann: Keine der eingeschlossenen Studien berichtete Daten zur Dauer des Stillens, zu Stillproblemen wie Mastitis oder wunden Brustwarzen, zu Zahnfehlstellungen, Mittelohrentzündungen oder zum plötzlichen Säuglingstod. Ihr Schlusssatz lautet, dass Evidenz zu den kurzfristigen Stillschwierigkeiten und zu langfristigen Folgen für die Gesundheit der Kinder fehlt."
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    {
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      "quellen": [
        "awmf-sids-praevention-2022"
      ],
      "text": "Die S1-Leitlinie setzt trotzdem eine zeitliche Bedingung. Sie hält fest, dass die frühe Einführung eines Schnullers den Stillerfolg nicht bedroht, und schränkt den Vorteil zugleich ein: Er gilt „zumindest ab dem Zeitpunkt erfolgreichen Stillens, d. h. jenseits der ersten 2–3 Lebenswochen“."
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        "bzga-schnuller-sids-2026"
      ],
      "text": "Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit formuliert dieselbe Bedingung als Rat: Ein Schnuller soll erst angeboten werden, nachdem sich das Stillen eingespielt hat, frühestens nach der zweiten oder dritten Lebenswoche."
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    {
      "id": "a19",
      "evidenz": "moderat",
      "quellen": [
        "nsk-stillfoerderung-krankenhaus-2025"
      ],
      "text": "Die Nationale Stillkommission empfiehlt in einer Stellungnahme vom 21. November 2025 allen Geburts- und Kinderkliniken, nach den zehn Schritten zum erfolgreichen Stillen von Weltgesundheitsorganisation und Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen zu arbeiten, und gibt diese Schritte in der deutschen Fassung wieder. Schritt 9 heißt dort „Umgang mit künstlichen Saugern“ und verlangt kein Schnullerverbot, sondern: Eltern werden zu Gebrauch und möglichen Nachteilen von Flaschen, Saugern und Schnullern beraten."
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    {
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      "evidenz": "moderat",
      "quellen": [
        "bzga-schnuller-sids-2026"
      ],
      "text": "Ein Punkt in dieser Antwort betrifft eine unmittelbare Gefahr: Der Schnuller darf nicht mit einem Bändchen am Hals oder an der Kleidung des Säuglings befestigt werden, weil Strangulationsgefahr besteht."
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    {
      "id": "a21",
      "evidenz": "moderat",
      "quellen": [
        "schmid-schnuller-kiefer-2018"
      ],
      "text": "Eine systematische Übersicht von 2018 fand zu den Auswirkungen des Schnullersaugens auf Kiefer und Gebiss 17 Arbeiten: sieben prospektive Kohortenstudien, neun Querschnittstudien und eine randomisierte Studie. Zwölf davon bewerteten die Autoren als mit einem schwerwiegenden, fünf als mit einem moderaten Verzerrungsrisiko behaftet. Ihr Fazit lautet, dass moderate Evidenz für einen Zusammenhang zwischen Schnullergebrauch und frontal offenem Biss sowie seitlichem Kreuzbiss besteht, dass hochwertige Evidenz aber fehlt."
    },
    {
      "id": "a22",
      "evidenz": "moderat",
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        "schmid-schnuller-kiefer-2018"
      ],
      "text": "Dieselbe Übersicht berichtet einen Unterschied zwischen Schnullerformen: Kieferorthopädisch geformte Schnuller verursachten in den eingeschlossenen Studien signifikant weniger offene Bisse als herkömmliche. Für den seitlichen Kreuzbiss reicht die Evidenz für einen solchen Vergleich nach Angabe der Autoren nicht aus."
    },
    {
      "id": "a23",
      "evidenz": "moderat",
      "quellen": [
        "dogramaci-sauggewohnheiten-2016"
      ],
      "text": "Eine systematische Übersicht mit Meta-Analyse von 2016 wertete 15 Studien zu nicht-nahrungsbezogenen Sauggewohnheiten aus. In der Auswertung von sieben Studien mit 5.560 Kindern war der Schnuller im Milchgebiss stärker mit einem seitlichen Kreuzbiss verbunden als das Daumenlutschen (relatives Risiko 1,42; 95-Prozent-Vertrauensbereich 1,18 bis 1,70; p = 0,0001). Eine längere Dauer der Gewohnheit war mit einem höheren Risiko für Fehlstellungen verbunden."
    },
    {
      "id": "a24",
      "evidenz": "moderat",
      "quellen": [
        "dogramaci-sauggewohnheiten-2016"
      ],
      "text": "Dieselbe Arbeit nennt einen Befund, der in die andere Richtung zeigt: Kinder mit Schnuller entwickeln seltener eine vergrößerte Frontzahnstufe, also weiter vorstehende obere Schneidezähne, als Kinder, die am Daumen lutschen."
    },
    {
      "id": "a25",
      "evidenz": "moderat",
      "quellen": [
        "awmf-stilldauer-2025"
      ],
      "text": "Die deutsche S3-Leitlinie zur Stilldauer von 2025 spricht keine eigene Empfehlung zum Schnuller aus. Sie nennt den regelmäßigen Gebrauch eines Schnullers und das Daumennuckeln, wie sie es nennt, aber als Confounder, also als Störgrößen, die über einen längeren Zeitraum auf den noch wachsenden Kieferknochen einwirken und im Zusammenhang mit Zahnfehlstellungen stehen, und kritisiert, dass die von ihr ausgewerteten Studien dafür meist nicht adjustiert haben."
    },
    {
      "id": "a26",
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      "quellen": [
        "awmf-stilldauer-2025"
      ],
      "text": "Dass diese Leitlinie zum Schnuller schweigt, hat einen Grund, den sie selbst nennt: Die vorliegende Langfassung ist eine Teilveröffentlichung, die ausschließlich die beiden ersten Fragestellungen zur Stilldauer behandelt. Die beiden weiteren Fragestellungen zu Interventionen zur Stillförderung, unter die eine Aussage zum Schnuller fallen würde, sollen in einer späteren Fassung folgen."
    },
    {
      "id": "a27",
      "evidenz": "moderat",
      "quellen": [
        "bzga-schnuller-sids-2026"
      ],
      "text": "Nach dem ersten Lebensjahr sollte der Schnuller nach Angabe des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit möglichst nicht weiter verwendet werden, weil ein zu langer Schnullergebrauch zum Beispiel Fehlstellungen des Gebisses zur Folge haben kann."
    },
    {
      "id": "a28",
      "evidenz": "moderat",
      "quellen": [
        "bzga-schnuller-sids-2026"
      ],
      "text": "Dasselbe Institut nennt einen zweiten Nachteil: Das Risiko für Mittelohrentzündungen wird durch Schnullern erhöht. Eine Zahl nennt es dafür nicht."
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    {
      "id": "a29",
      "evidenz": "moderat",
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        "borrie-sauggewohnheiten-abgewoehnen-2015"
      ],
      "text": "Zum Abgewöhnen des Schnullers gibt es nichts. Eine Cochrane-Übersicht von 2015 suchte randomisierte Studien zu Maßnahmen, mit denen Kinder nicht-nahrungsbezogene Sauggewohnheiten aufgeben. Sie fand sechs Studien mit 252 Kindern im Alter von zweieinhalb bis 18 Jahren, alle mit hohem Verzerrungsrisiko, und hält ausdrücklich fest, dass Daumenlutschen die einzige untersuchte Gewohnheit war."
    },
    {
      "id": "a30",
      "evidenz": "schwach",
      "quellen": [
        "borrie-sauggewohnheiten-abgewoehnen-2015"
      ],
      "text": "Für das Daumenlutschen fand dieselbe Übersicht dagegen Wirksamkeitsbelege niedriger Qualität: Kieferorthopädische Apparaturen waren kurzfristig wirksamer als keine Behandlung (relatives Risiko 6,53; 95-Prozent-Vertrauensbereich 1,67 bis 25,53), psychologische Verfahren einschließlich positiver und negativer Verstärkung ebenfalls (6,16; 1,18 bis 32,10)."
    }
  ],
  "quellen": [
    {
      "id": "hauck-schnuller-sids-2005",
      "name": "Do pacifiers reduce the risk of sudden infant death syndrome? A meta-analysis",
      "herausgeber": "Pediatrics",
      "stufe": 2,
      "typ": "review",
      "url": "https://doi.org/10.1542/peds.2004-2631",
      "doi": "10.1542/peds.2004-2631",
      "jahr": 2005,
      "abgerufen_am": "2026-09-05",
      "awmf": null
    },
    {
      "id": "awmf-sids-praevention-2022",
      "name": "S1-Leitlinie Prävention des Plötzlichen Säuglingstods (SIDS, Sudden infant death syndrome, ICD 10: R95) (AWMF 063-002)",
      "herausgeber": "DGSM / GNPI / DGKJ / DGGG / DGPM / GEPS / AWMF",
      "stufe": 1,
      "typ": "leitlinie",
      "url": "https://register.awmf.org/assets/guidelines/063-002l_S1_Praevention-des-Ploetzlichen-Sauuglingstods_2022-12_01.pdf",
      "doi": null,
      "jahr": 2022,
      "abgerufen_am": "2026-09-05",
      "awmf": null
    },
    {
      "id": "vennemann-gesid-2005",
      "name": "Modifiable risk factors for SIDS in Germany: results of GeSID",
      "herausgeber": "Acta Paediatrica",
      "stufe": 3,
      "typ": "fall-kontroll",
      "url": "https://doi.org/10.1111/j.1651-2227.2005.tb01960.x",
      "doi": "10.1111/j.1651-2227.2005.tb01960.x",
      "jahr": 2005,
      "abgerufen_am": "2026-09-05",
      "awmf": null
    },
    {
      "id": "bzga-schnuller-sids-2026",
      "name": "Senkt ein Schnuller beim Schlafen das Risiko des Plötzlichen Kindstodes?",
      "herausgeber": "Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de",
      "stufe": 1,
      "typ": "empfehlung",
      "url": "https://www.kindergesundheit-info.de/themen/faq/senkt-ein-schnuller-beim-schlafen-das-risiko-des-ploetzlichen-kindstodes/",
      "doi": null,
      "jahr": 2026,
      "abgerufen_am": "2026-09-05",
      "awmf": null
    },
    {
      "id": "jaafar-schnuller-stillen-2016",
      "name": "Effect of restricted pacifier use in breastfeeding term infants for increasing duration of breastfeeding (Cochrane Review)",
      "herausgeber": "Cochrane Database of Systematic Reviews",
      "stufe": 2,
      "typ": "review",
      "url": "https://www.cochrane.org/evidence/CD007202_effect-restricted-pacifier-use-breastfeeding-term-infants-increasing-duration-breastfeeding",
      "doi": "10.1002/14651858.CD007202.pub4",
      "jahr": 2016,
      "abgerufen_am": "2026-09-05",
      "awmf": null
    },
    {
      "id": "nsk-stillfoerderung-krankenhaus-2025",
      "name": "Stillförderung in Krankenhäusern durch die „10 Schritte zum erfolgreichen Stillen“, Stellungnahme vom 21.11.2025",
      "herausgeber": "Nationale Stillkommission (MRI)",
      "stufe": 1,
      "typ": "empfehlung",
      "url": "https://www.mri.bund.de/fileadmin/MRI/Themen/Stillkommission/PDFUA_Stellungnahme_Stillf%C3%B6rderung_in_Krankenh%C3%A4user-NSK.pdf",
      "doi": null,
      "jahr": 2025,
      "abgerufen_am": "2026-09-05",
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    },
    {
      "id": "schmid-schnuller-kiefer-2018",
      "name": "The effect of pacifier sucking on orofacial structures: a systematic literature review",
      "herausgeber": "Progress in Orthodontics",
      "stufe": 2,
      "typ": "review",
      "url": "https://doi.org/10.1186/s40510-018-0206-4",
      "doi": "10.1186/s40510-018-0206-4",
      "jahr": 2018,
      "abgerufen_am": "2026-09-05",
      "awmf": null
    },
    {
      "id": "dogramaci-sauggewohnheiten-2016",
      "name": "Establishing the association between nonnutritive sucking behavior and malocclusions: A systematic review and meta-analysis",
      "herausgeber": "Journal of the American Dental Association",
      "stufe": 2,
      "typ": "review",
      "url": "https://doi.org/10.1016/j.adaj.2016.08.018",
      "doi": "10.1016/j.adaj.2016.08.018",
      "jahr": 2016,
      "abgerufen_am": "2026-09-05",
      "awmf": null
    },
    {
      "id": "awmf-stilldauer-2025",
      "name": "S3-Leitlinie Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung (AWMF 027-072), Langfassung, Version 1.0",
      "herausgeber": "DGKJ / DGGG / DGHWi / AWMF",
      "stufe": 1,
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      "abgerufen_am": "2026-09-06",
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      "id": "borrie-sauggewohnheiten-abgewoehnen-2015",
      "name": "Interventions for the cessation of non-nutritive sucking habits in children (Cochrane Review)",
      "herausgeber": "Cochrane Database of Systematic Reviews",
      "stufe": 2,
      "typ": "review",
      "url": "https://www.cochrane.org/evidence/CD008694_interventions-cessation-non-nutritive-sucking-habits-children",
      "doi": "10.1002/14651858.CD008694.pub2",
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  "hinweis": "Kein Ersatz für ärztliche Beratung. Im Notfall 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117."
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