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  "frage": "In der Kita meines Kindes gehen Ringelröteln oder Windpocken um. Ist das für meine Schwangerschaft gefährlich?",
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  "kurzantwort": "Gefährlich werden kann es nur, wenn du nicht geschützt bist: Wer Windpocken hatte oder zweimal dagegen geimpft ist und wer Ringelröteln schon durchgemacht hat, ist in der Regel immun, und die meisten Frauen im gebärfähigen Alter sind es. Bist du nicht sicher geschützt, melde dich nach einem Windpocken-Kontakt umgehend ärztlich, weil ein Antikörperpräparat in den ersten Tagen den Ausbruch verhindern oder abschwächen kann; bei Ringelröteln klärt ein Bluttest, ob du dich angesteckt hast und dein Baby häufiger per Ultraschall kontrolliert werden sollte.",
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      "text": "Gegen Windpocken haben nach Labordaten, die die Leitlinie zur Labordiagnostik in der Schwangerschaft zusammenfasst, 94 bis 96 von 100 Frauen zwischen 15 und 50 Jahren Antikörper. Wer geimpft ist oder schon vor der Schwangerschaft Windpocken hatte, ist nach dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit mit ihrem Baby geschützt; Windpocken in der Schwangerschaft betreffen deutlich weniger als 1 von 100 Schwangeren."
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      "text": "Gegen Ringelröteln sind in Deutschland etwa 60 bis 70 von 100 Frauen im gebärfähigen Alter immun; nach einer durchgemachten Ansteckung hält der Schutz lebenslang. Am häufigsten stecken sich Kinder unter 10 Jahren an, gehäuft zwischen März und Juni."
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        "rki-parvovirus-schwangerschaft-2024"
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      "text": "Für Erwachsene ist nach einem Beitrag des Konsiliarlabors für Parvoviren im Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts der Kontakt zu Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter der wichtigste Risikofaktor für Ringelröteln, für Schwangere vor allem der Kontakt zu den Kindern im eigenen Haushalt. Am ansteckendsten sind Erkrankte etwa 6 bis 8 Tage nach der Ansteckung, noch bevor der typische Ausschlag erscheint; mit dem Ausschlag sinkt die Ansteckungsgefahr rasch."
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      "text": "Nach dem Bundesinstitut lässt sich im Arztgespräch klären, ob es Krankheiten gibt, gegen die du nicht geschützt bist, und was dann zu tun ist."
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      ],
      "text": "Steckt sich eine Schwangere mit Ringelröteln an, geht das Virus in 30 bis 50 von 100 Fällen auf das ungeborene Kind über, meist ohne Folgen. Weniger als 10 von 100 Ansteckungen in den ersten 20 Schwangerschaftswochen führen zu Komplikationen beim Kind, danach weniger als 1 bis 2 von 100. Mögliche Folgen sind eine schwere Blutarmut des Kindes, Wassereinlagerungen im Körper des Kindes (Hydrops fetalis) und der Verlust der Schwangerschaft; ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko fanden systematische Untersuchungen nicht."
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      "text": "Die meisten Komplikationen beim Kind, 75 bis 90 von 100, treten innerhalb von 8 Wochen nach der Ansteckung der Mutter auf, möglich sind sie aber von einer bis über 17 Wochen danach."
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        "rki-parvovirus-schwangerschaft-2024"
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      "text": "Bei Schwangeren verläuft eine Ansteckung oft unauffällig: Nur etwa 50 von 100 bekommen einen Ausschlag oder Gelenkbeschwerden, oft an den kleinen Fingergelenken, Knien und Sprunggelenken; etwa 20 von 100 haben unspezifische Beschwerden und etwa 30 von 100 gar keine."
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      "text": "Eine Impfung und ein Medikament gegen das Virus gibt es nicht. Entwickelt dein Baby eine Blutarmut, kann sie mit Bluttransfusionen im Mutterleib über die Nabelschnur behandelt werden; das senkt die Sterblichkeit der Kinder deutlich."
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      ],
      "text": "Einen Test auf Ringelröteln-Antikörper für alle Schwangeren empfehlen die Fachgesellschaften nicht, er gehört auch nicht zur Schwangerenvorsorge. Hattest du aber möglicherweise Kontakt, etwa weil dein Kind erkrankt ist oder in der Kita Ringelröteln ausgebrochen sind, soll dein Antikörperstatus bestimmt werden."
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        "awmf-virusinfektionen-schwangerschaft-2022"
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      "text": "Findet das Labor Antikörper vom Typ IgG ohne IgM, bist du mit großer Wahrscheinlichkeit geschützt. Bei einem Ausbruch lässt sich der Ansteckungszeitpunkt aber schwer festlegen, und die IgM-Antikörper können schon wieder verschwunden sein; sicher ausschließen lässt sich eine frische Ansteckung nur mit einer älteren Blutprobe, und ohne sie soll vor allem vor der 30. Schwangerschaftswoche ein direkter Virusnachweis erwogen werden. Findet es gar keine Antikörper, soll der Test nach 2 bis 3 Wochen wiederholt werden, zusätzlich ist ein direkter Virusnachweis möglich. Wird eine frische Ansteckung in den ersten 28 Schwangerschaftswochen nachgewiesen, empfiehlt die Leitlinie wöchentliche Ultraschall- und Doppleruntersuchungen, um eine Blutarmut des Kindes früh zu erkennen."
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      "text": "Hattest du noch keine Ringelröteln, rät das Bundesinstitut, Kitas möglichst zu meiden, in denen Ringelröteln aufgetreten sind. Für Geschwisterkinder schreibt es: „In diesem Fall bleibt das Kita-Kind am besten zu Hause, damit es sich nicht ansteckt und die Infektion an die Mutter weitergibt.“"
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      "text": "Der Beitrag des Konsiliarlabors rät Schwangeren, Einrichtungen mit einem Ausbruch zu meiden. Das ist im Alltag oft schwierig, weil Erkrankte schon vor den ersten Beschwerden am ansteckendsten sind und viele kaum Symptome haben. Als Schutz nennt der Beitrag Händewaschen mit Wasser und Seife, denn alkoholische Desinfektionsmittel wirken gegen dieses Virus nicht ausreichend, dazu, das Gesicht nicht mit ungewaschenen Händen zu berühren, und einen Mund-Nasen-Schutz."
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      "text": "Erkrankt eine Schwangere ohne Schutz zwischen der 5. und 24. Schwangerschaftswoche an Windpocken, kommt es nach dem Robert Koch-Institut bei etwa 1 bis 2 von 100 zum fetalen Varizellensyndrom. Dazu gehören Narben auf der Haut, Augenschäden, Schäden und Fehlbildungen des Nervensystems und Fehlbildungen an Armen und Beinen."
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      "text": "Auch für dich selbst sind Windpocken ernster als für ein Kind. Eine sehr ernste Komplikation ist die Lungenentzündung durch das Virus, die bei Erwachsenen in bis zu 20 von 100 Erkrankungen auftritt; Schwangere sind nach dem Robert Koch-Institut besonders gefährdet, und ein schwerer Verlauf droht nach der Leitlinie vor allem im letzten Drittel."
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      "text": "Als Kontakt zählt nach der Leitlinie jeder Aufenthalt im selben Raum mit einem an Windpocken erkrankten Menschen und jeder direkte Kontakt mit jemandem, der Bläschen auf Haut oder Schleimhaut hat. Bei Gürtelrose zählt der Kontakt mit den Bläschen. Bist du nicht zweimal dokumentiert geimpft, sollen danach deine Antikörper gegen Windpocken bestimmt werden."
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      "text": "Ungeimpfte Schwangere, die nie Windpocken hatten, sollen nach einem Kontakt ein Antikörperpräparat gegen das Windpocken-Virus bekommen, nach der Ständigen Impfkommission so bald wie möglich und nicht später als 96 Stunden danach. Die Leitlinie sieht die Gabe idealerweise innerhalb von 96 Stunden vor, höchstens bis 10 Tage danach. Das Präparat kann den Ausbruch verhindern oder deutlich abschwächen, aber nicht in allen Fällen."
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      "text": "Die Windpocken-Impfung deines Kindes ist auch jetzt möglich: Die Schwangerschaft der Mutter zählt nach der Ständigen Impfkommission zu den falschen Gegenanzeigen, bei der Windpocken-Impfung nach Abwägung. Bei einer Schwangeren ohne Schutz ist das Risiko für ein fetales Varizellensyndrom durch ein ungeimpftes, ansteckungsgefährdetes Kind nach der Kommission höher als das Risiko durch die Impfung des Kindes und eine Übertragung von Impfviren auf die Schwangere. Bei Schwangeren mit Kontakt zu Impfviren sind nach der Leitlinie keine Fälle eines fetalen Varizellensyndroms beschrieben. Familienmitglieder, die Kontakt zu Erkrankten hatten, sollen ihren Schutz prüfen und die Impfung gegebenenfalls vervollständigen lassen."
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      "text": "Ungeschützte Schwangere, die mit an Windpocken Erkrankten in Kontakt gekommen sind, schreibt das Bundesinstitut, „sollten sich unverzüglich bei ihrer behandelnden Ärztin oder ihrem behandelnden Arzt melden“. Auch die Leitlinie sagt, bei einem Kontakt zu Windpocken oder Gürtelrose soll umgehend die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt informiert werden."
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      "text": "Bekommst du nach dem Antikörperpräparat trotzdem Beschwerden, sollst du dich nach der Leitlinie umgehend in ärztliche Behandlung begeben. Eine Behandlung im Krankenhaus soll erfolgen, wenn Zeichen für Komplikationen auftreten: mehr als 100 Bläschen, blutige Bläschen, Husten oder neurologische Beschwerden, die auf eine Hirnhaut- oder Gehirnentzündung hindeuten. Bei ersten Anzeichen einer Lungenentzündung wie Husten oder einer Beteiligung des Nervensystems soll die Behandlung mit einem Virusmittel über die Vene ohne weitere Verzögerung beginnen."
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      "text": "Bekommst du einen unklaren Ausschlag, Gelenkschmerzen oder Fieber, die auf Ringelröteln hindeuten, soll das nach der Leitlinie im Labor abgeklärt werden. Hattest du vermutlich noch keine Ringelröteln, rät das Bundesinstitut, mit der Frauenarztpraxis zu besprechen, ob ein Bluttest sinnvoll ist."
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      "name": "S2k-Leitlinie Labordiagnostik schwangerschaftsrelevanter Virusinfektionen (AWMF 093-001)",
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      "id": "bzga-erregersteckbrief-windpocken-2025",
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  "nutzungsbedingungen": "https://eltern-wiki.de/api-doku",
  "hinweis": "Kein Ersatz für ärztliche Beratung. Im Notfall 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117."
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