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  "slug": "ab-wann-darf-mein-baby-wasser-oder-tee-trinken",
  "frage": "Ab wann darf mein Baby Wasser oder Tee trinken?",
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  "phase": "baby",
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  "evidenz": "moderat",
  "kurzantwort": "Solange dein Baby ausschließlich gestillt wird oder Säuglingsmilchnahrung bekommt, braucht es keine zusätzlichen Getränke; Wasser gehört ab dem dritten Beikostbrei dazu, meist mit sieben bis neun Monaten. Fieber und Durchfall können eine frühere Flüssigkeitsgabe nötig machen, und größere Mengen Wasser können bei jungen Säuglingen eine Wasservergiftung auslösen.",
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  "geprueft_am": "2026-09-10",
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  "naechste_pruefung": "2027-09-10",
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      "datum": "2026-09-10",
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      "text": "Die Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben lauten: „Mit der Einführung des 3. Beikostbreis sollte dem Säugling zusätzlich zu Muttermilch oder Säuglings(milch)nahrung Wasser zur Flüssigkeitszufuhr angeboten werden.“"
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      "text": "Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (vormals Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) übersetzt das in ein Alter: Erst wenn die dritte Breimahlzeit eingeführt ist, braucht dein Baby zusätzlich zu Muttermilch oder Säuglingsmilch Flüssigkeit wie Wasser oder andere ungesüßte Getränke, je nach Beikostbeginn also meist mit 7 bis 9 Monaten."
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        "gesund-ins-leben-handlungsempfehlungen-2024"
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      "text": "Die Begründung: „Solange ein Säugling noch ausschließlich gestillt oder mit Säuglingsanfangsnahrung ernährt wird, braucht er keine zusätzlichen Getränke. Muttermilch und Säuglings(milch)nahrung enthalten genügend freies Wasser, sodass ein gesunder Säugling auch bei sommerlichen Umgebungstemperaturen alle harnpflichtigen Stoffe ausscheiden kann.“"
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        "gesund-ins-leben-handlungsempfehlungen-2024"
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      "text": "Warum sich das mit der Beikost ändert, erklärt dieselbe Quelle: „Mit steigendem Anteil an Beikost sinkt die Gesamtwasserzufuhr, bezogen auf die Energieaufnahme. Gleichzeitig steigt die renale Molenlast. Zudem erhöht sich mit zunehmendem Alter des Säuglings die Wasserabgabe über Haut und Lungen sowie durch den Stuhl.“"
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        "gesund-ins-leben-handlungsempfehlungen-2024"
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      "text": "Eine Ausnahme nennen die Handlungsempfehlungen ausdrücklich: „Perioden mit Fieber, Durchfall usw. können eine frühere Gabe von Flüssigkeit erforderlich machen.“"
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        "gesund-ins-leben-handlungsempfehlungen-2024"
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      "text": "„Trinkwasser (Leitungswasser) ist dafür am besten geeignet. Es muss nicht abgekocht werden, aber so lange ablaufen, bis kaltes Wasser aus der Leitung fließt.“"
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        "gesund-ins-leben-handlungsempfehlungen-2024"
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      "text": "„Es soll kein Trinkwasser aus Bleileitungen verwendet werden. Trinkwasser aus Hausbrunnen sollte nur bei vorliegender Bestätigung einer einwandfreien Wasserqualität verwendet werden.“"
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        "gesund-ins-leben-handlungsempfehlungen-2024"
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      "text": "„Für Säuglinge geeignete ungesüßte Kräuter- und andere Tees können eine Alternative sein. Da einige (Kräuter-)Tees, wie Pfefferminz-, Kamillen- oder Melissentee, hohe Gehalte an Pyrrolizidinalkaloiden aufweisen, sollten sie Säuglingen und älteren Kindern nicht als einziges Getränk angeboten werden.“"
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      "text": "Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit begründet die Tee-Einschränkung anders: Heilkräutertees wie Kamillentee solle ein Kind nur bei Krankheit bekommen, Pfefferminz- und Melissentee nicht jeden Tag, denn „für die darin enthaltenen ätherischen Öle kann eine gesundheitsschädigende Wirkung bei Dauereinsatz nicht ausgeschlossen werden“. Am besten wechselt man die Teesorten ab."
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        "gesund-ins-leben-handlungsempfehlungen-2024"
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      "text": "„Wasser bzw. andere Getränke sollten aus Becher oder Tasse angeboten werden.“"
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        "gesund-ins-leben-handlungsempfehlungen-2024"
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      "text": "Davon getrennt steht die Empfehlung: „Dauernuckeln und die ‚Flasche zum Einschlafen‘ sollen unbedingt vermieden werden, da ein hohes Risiko für Zahnschäden besteht.“"
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      "text": "Die S3-Leitlinie Stilldauer von 2025 unterscheidet ausschließliches Stillen, bei dem keine weiteren Flüssigkeiten gegeben werden, von überwiegendem Stillen, bei dem zusätzlich Flüssigkeiten wie Wasser oder Tee gegeben werden. Beides zusammen gilt als Vollstillen, und beides erfüllt ihre Empfehlung, bis zum vollendeten sechsten Lebensmonat ausschließlich oder überwiegend zu stillen."
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        "gesund-ins-leben-handlungsempfehlungen-2024"
      ],
      "text": "Ein ständiges Umspülen der Zähne mit zuckerhaltigen Getränken, einschließlich Muttermilch und Säuglings(milch)nahrung, erhöht das Risiko für Zahnkaries, insbesondere für Frontzahnkaries. Vom Dauergebrauch der Flasche, von der Flasche zum Einschlafen und von zuckerhaltigen Getränken wie gesüßten Tees und Fruchtsäften wird deshalb dringend abgeraten."
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      "text": "Zum Mechanismus schreibt die Amerikanische Akademie für Kinderheilkunde: Zusätzliches Wasser stört das Gleichgewicht der Elektrolyte und Mineralstoffe wie Kalzium, Natrium und Kalium, und das kann zu ernsten Gesundheitsproblemen bis hin zu Krampfanfällen führen. Sie nennt diesen Zustand water intoxication, also Wasservergiftung."
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        "aap-wasser-saeuglingsnahrung-2026"
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      "text": "Derselbe Weg entsteht durch zu stark verdünnte Flaschennahrung. Dieselbe Quelle rät deshalb, Säuglingsnahrung immer nach Herstellerangabe anzurühren, sofern du keine geänderten Anweisungen für ein Kind mit besonderen gesundheitlichen Bedürfnissen bekommen hast."
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      "text": "Wie real das ist, zeigt eine Fallserie aus einem Kinderkrankenhaus in St. Louis: Zwischen 1975 und 1990 wurden dort 34 Patienten mit Wasservergiftung behandelt, 24 davon in den letzten drei Jahren des Zeitraums. Einunddreißig davon waren Säuglinge, die in Armut lebten und übermäßige Wassermengen zu sich nahmen, die ihnen zu Hause von ihren Betreuungspersonen angeboten wurden. Der häufigste genannte Grund war, dass die Säuglingsnahrung ausgegangen war."
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        "aap-wasser-saeuglingsnahrung-2026"
      ],
      "text": "Die Amerikanische Akademie für Kinderheilkunde hält fest, dass Babys in den ersten sechs Monaten weder Wasser noch andere Flüssigkeiten wie Säfte zusätzlich zu Muttermilch oder Säuglingsnahrung brauchen, sofern die Kinderarztpraxis nicht ausdrücklich etwas anderes rät. Unsicherheiten über die Trinkmenge gehören also dorthin."
    }
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  "quellen": [
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      "id": "gesund-ins-leben-handlungsempfehlungen-2024",
      "name": "Ernährung und Bewegung von Säuglingen und stillenden Frauen 2024: Teilaktualisierte Handlungsempfehlungen des bundesweiten Netzwerks Gesund ins Leben",
      "herausgeber": "Netzwerk Gesund ins Leben (BLE) / Monatsschrift Kinderheilkunde",
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      "typ": "empfehlung",
      "url": "https://www.ble-medienservice.de/simpledownloadable/freedownload/link/hash/b9ede6a38e541a3cd4bde37df3d8972c/",
      "doi": "10.1007/s00112-024-02014-7",
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      "herausgeber": "Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) / kindergesundheit-info.de",
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      "jahr": 2025,
      "abgerufen_am": "2026-09-05",
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      "name": "S3-Leitlinie Stilldauer und Interventionen zur Stillförderung (AWMF 027-072), Langfassung, Version 1.0",
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      "jahr": 2026,
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      "herausgeber": "American Journal of Diseases of Children",
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      "url": "https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/1877579/",
      "doi": "10.1001/archpedi.1991.02160090037018",
      "jahr": 1991,
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  "hinweis": "Kein Ersatz für ärztliche Beratung. Im Notfall 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117."
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